Marek Böckmann

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Marek Böckmann brilliert zum vierten Mal mit Podiumsplatz bei der VLN-Serie

Dass Porsche-Pilot Marek Böckmann bei der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring seine erste Saison als Rookie bestreitet, mag bei seiner steilen Leistungskurve kaum jemand glauben.

BildBeim sechsten Saisonrennen machte der 20-Jährige erneut mit einem Podiumsplatz von sich reden – und zwar mit seinem vierten in diesem Jahr.
Die VLN Langstreckenmeisterschaft ist die bekannteste Breitensportserie Europas – und das zu Recht. Wer sich hier während des vierstündigen Rennens auf dem berüchtigten Nürburgring behaupten kann, kann sich zur Top-Elite der Motorsport-Szene zählen. Marek Böckmann ist einer von ihnen. Am vergangenen Wochenende ging der Lautersheimer zusammen mit David Jahn (26) für das KÜS Team 75 Bernhard beim sechsten diesjährigen VLN-Event zusammen mit sieben weiteren Rennwagen an den Start. Dabei sorgte er von Beginn an in der Klasse Cup 2 für einen adrenalingeladenen Nervenkrimi. „Bei dieser Veranstaltung kristallisierte sich eigentlich ziemlich schnell heraus, dass wir direkt vorne mitmischen und um Platz eins kämpfen. Daher waren sowohl das Team, wir Fahrer als auch die Mechaniker permanent damit beschäftigt, die Zeiten unserer Erzrivalen, dem Gigaspeed Team GetSpeed Performance, zu überprüfen und ständig auszurechnen, wann es sinnvoll wäre einen Boxenstopp einzulegen und wie wir am strategisch sinnvollsten vorgehen“, beschreibt Marek sein jüngstes Rennwochenende, bei dem er sich erneut mit seinem 430 PS starken Porsche 911 GT3 Cup behauptete.
Besonders spannend: Das Gigaspeed Team GetSpeed Performance hatte seine Box unmittelbar neben der des KÜS Team 75 Bernhard, sodass die eigenen Teamkollegen stetig mit der Stoppuhr nachvollziehen konnten, wie viel Zeit die Konkurrenz für welche Aktion benötigte und an welchen Stellen sie ein paar Sekunden einsparen konnten. „Das war ein unbeschreiblicher Teamkampf, der uns bis zum Schluss stark motiviert und angestachelt hat. Jede Mannschaft wollte unbedingt die Bessere sein“, erzählt der Pfälzer. Am Ende wurde das Rennen jedoch durch eine für Marek und David verhängnisvolle Gelbphase entschieden, die im finalen Sektor durch einen Unfall ausgelöst wurde. „Wir waren so nah dran an der Konkurrenz, es hätte nur noch ein Überholmanöver gebraucht, um den Sieg einzufahren. Nur leider war eben dieses durch die Gelbphase nicht mehr möglich, sodass wir am Ende einfach Pech hatten“, resümiert der Porsche-Pilot die entscheidende Phase des VLN-Events und fügt hinzu: „Sicher freue ich mich über den zweiten Platz, allerdings ist es schon auch sehr ärgerlich, so kurz vor knapp am obersten Podiumsplatz vorbeigeschrammt zu sein. Zumal wir ja unsere Gegner permanent vor uns sehen konnten.“
Ebenso anspruchsvoll wie der dauerhafte Fight mit den Rivalen waren am 3. September die Wetterbedingungen auf dem Nürburgring. Zwar waren die Temperaturen von 15 Grad zum Fahren angenehm, allerdings sorgte der an manchen Stellen der Nordschleife einsetzende Regen bei einigen Teams für kurzzeitiges Chaos. „Auf dem Nürburgring waren tatsächlich nur einige wenige Abschnitte zeitweise nass, sodass wir uns am Ende auch aus Zeitgründen dagegen entschieden haben, Regenreifen aufzuziehen und stattdessen auf Slicks weitergefahren sind. Für uns war das eine gute Übung, aber andere Gegner sind nur noch gerutscht, das war eine schöne Herausforderung“, erinnert sich das Motosport-Talent, das bereits mit fünf Jahren seine ersten Vierradsport-Erfahrungen in einem Kart sammelte. Doch gerade in solchen Situationen kann sich Marek zu hundert Prozent auf seinen Teamkollegen David verlassen, der im Vergleich zu ihm bereits seit fünf Jahren auf der anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt unterwegs ist. „David ist ein beeindruckender Coach, der mir eben auch aus fahrerischer Sicht alles verständlich und nachvollziehbar erklären kann. Wir machen nach jedem Rennen eine gemeinsame Videoanalyse und vergleichen unsere Runden miteinander, die wir jeweils gefahren sind, um zu schauen, wo ich mich noch verbessern kann. Dieses Feintuning ist für meinen Lernprozess enorm hilfreich“, meint der Pfälzer.
Viel unterscheidet die beiden Rennfahrer jedoch nicht mehr voneinander, sind es gerade mal höchstens vier Sekunden, die die Leistung des 20-Jährigen von der Expertise der Erfahreneren unterscheidet. „Unsere gegnerischen Teams wissen mittlerweile alle, dass wir sehr stark geworden sind und viel Druck ausüben können. Das stößt manchen natürlich bitter auf, da ich ja im Grunde einer der wenigen Rookie in der VLN-Serie bin“, grinst Marek. Dabei sei es vor allem dieser Gedanke, der ihn und David Jahn bei jedem neuen Start in dieser Saison motiviert. „Sechs Rennen und viermal Podium, mit dieser Bilanz müssen wir uns wahrlich nicht verstecken. Ganz im Gegenteil: Wir sind definitiv in der Lage, um den Sieg mitzufahren und werden hart dafür kämpfen, dass wir beim nächsten Event ganz oben auf dem Treppchen stehen“, fasst der Abiturient abschließend zusammen. Das siebte Rennen der diesjährigen Langstreckenmeisterschaft findet am 23. und 24. September statt.
Text: Nina Schröder

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VLN Runde vier: Marek Böckmann liefert sich Nervenkrieg an der Spitze

Für den 20-jährigen Marek Böckmann ist es seine erste Saison als VLN-Pilot

BildBis dato ist der Pfälzer nach seinem Wechsel in die Langstreckenmeisterschaft immer aufs Podium gefahren.
Bei der vierten Runde (VLN4) war nach einem nervenaufreibenden Duell um Platz eins plötzlich Schluss. Der Grund: kein Benzin mehr.

Marek Böckmann ist in der Motorsport-Szene großgeworden. Im Alter von fünf Jahren hat der Lautersheimer bereits mit Kart-Sport angefangen. Einen Adrenalin-Krimi wie am vergangenen Wochenende bei der VLN-Meisterschaft auf dem Nürburgring hat der Pilot des KÜS Team Bernhard 75 jedoch selten so erlebt. Zusammen mit seinem Teamkollegen David Jahn (26) lieferte er sich adrenalingeladene Zweikämpfe um den obersten Platz auf dem Siegertreppchen, zog nur leider an diesem Rennwochenende dabei den Kürzeren. Wenige Minuten vor der Ziellinie ging dem Pfälzer das Benzin aus, sodass es der Porsche-Fahrer am Ende nicht mal mehr über die Ziellinie schaffte und mit einem DNF, sprich nicht gewertet, die vierstündige Veranstaltung beendete.

„Zunächst war ich richtig sauer, weil wir das erste Mal richtig Chancen auf den Sieg hatten. Ich bin auf der Rennstrecke gefahren, als wenn es um mein Leben gehen würde, daher war dieser Fauxpas eine echt große Enttäuschung“, resümiert Marek seinen jüngsten Auftritt auf der Nordschleife. Grund für den leeren Tank war eine falsche Betankung beim letzten Boxenstopp. „Nach dem Doppelstint von meinem Teamkollegen David hatten wir nur noch einen extra kurzen Stopp für den Fahrerwechsel und zum Betanken eingeplant, da wir auf jeden Fall vor unseren härtesten Konkurrenten vom Team GetSpeed Performance Porsche wieder auf die Strecke wollten, die fast zeitgleich einen Boxenstopp eingelegt hatten. Auf diese Weise haben wir, wenn auch nur knapp, die Poleposition gehabt und kämpften fortan um Platz eins. Leider sind unsere Ingenieure allerdings davon ausgegangen, dass wir von den GT3-Autos noch überholt werden und dadurch eine Runde weniger hätten fahren müssen, was jedoch nicht passiert ist. Demnach bin ich dann plötzlich während des nervenaufreibenden Duells auf der Nordschleife stehengeblieben“, erklärt das Motorsport-Talent die Situation, der selber nur auf seinem Display sehen kann, wieviel Sprit er verbraucht, aber nicht wieviel er davon noch im Tank hat.

Wenn auch technisch ein Misserfolg, so profitierte das KÜS Team Bernhard 75 immerhin medial von seiner Performance bei der 48. Adenauer ADAC Rundstrecken Trophy. „Jeder hat von uns mitbekommen, weil wir uns die ganze Zeit so eine spannende Verfolgungsjagd geliefert und damit sehr viel Aufmerksamkeit auf uns gezogen haben. Das Team GetSpeed Performance Porsche gehört in unserer Klasse Cup 2 zu den routiniertesten auf dem Nürburgring, die sind schon seit Jahren dabei. Aber wir haben ihnen gut Paroli geboten, indem wir sehr schnell unterwegs waren. Leider haben wir uns halt am Ende verzockt und falsch gepokert. Sehr schade bei dem harten Kampf“, sagt der 20-Jährige.

Marek ist erst seit diesem Jahr bei der VLN-Langstreckenmeisterschaft dabei und konnte sich bei jedem der drei letzten Events auf dem Podium positionieren. Eine Resonanz, die den Abiturienten sehr stolz macht. „Ich glaube, es hätte keiner so richtig erwartet, dass wir so gut in die Meisterschaft einsteigen. Immerhin sind wir jetzt schon das zweite Mal nur knapp am Sieg vorbei. Allerdings darf man eben auch nicht vergessen, wie viel Arbeit dahintersteckt, daher sind diese guten Ergebnisse tolle Lorbeeren für mich, die natürlich auch sehr motivieren“, meint Marek.

Der Lautersheimer bereitet sich jeden Tag auf die Nordschleife vor, geht trainieren, übt im Simulator und arbeitet an seiner Fitness. Kompromisse macht der Pfälzer nicht, wenn es um seine Karriere geht. Sein Ziel heißt gewinnen und genau deshalb wird dem Team ein solcher Fehler wie jetzt beim letzten Kurz-Boxenstopp so schnell sicherlich nicht mehr passieren. Die nächste Chance auf den Sieger-Pokal bekommen Marek und sein Teamkollege David am 19. August beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen. Dann wollen sie definitiv wieder vorne mitmischen.

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Sieg für Porsche-Pilot Marek Böckmann bei ADAC Zurich 24-Stunden-Rennen

Zwei Podiumsplätze in der VLN-Meisterschaft und nun noch ein Sieg beim ADAC Zurich 24-Stunden-Rennen.

BildPorsche-Pilot Marek Böckmann hat 2017 einen Lauf, der nur einmal mehr sein großes Motorsport-Talent unterstreicht.
Marek Böckmann hat alles, was ein Rennfahrer mitbringen sollte, um erfolgreich zu sein: er ist diszipliniert, kontrolliert und trainiert. Vor allem aber ist er eins ganz besonders: talentiert. Den jüngsten Beweis lieferte der Pfälzer dafür am vergangenen Wochenende. Zusammen mit seinen Teamkollegen Dominik Schöning (27), Jürgen Nett (50) und Olivier Muytjens (36) nahm der 20-Jährige in einem Porsche 718 Coupé am 27. und 28. Mai am ADAC Zurich 24-Stunden-Rennen auf dem berühmt-berüchtigten Nürburgring teil und setzte sich nach zwölf Stunden Tag- und zwölf Stunden Nachtfahrt mit fünf Minuten Vorsprung als Erster in der V5-Kategorie durch.

„Das 24-Stunden-Rennen war für mich eine unbeschreibliche Erfahrung. Alles lief komplett nach Plan und es gab weder Fahrfehler noch technische Probleme. Das Team aus Ingenieuren, Mechanikern und eben auch aus uns Fahrern hat einen super Job gemacht. Dadurch, dass wir am Samstag tagsüber so heiße Temperaturen von gefühlt 35 Grad hatten, ist jeder von uns nur Einzelstints gefahren, da man es eben auch nicht viel länger im Auto ausgehalten hätte. Zu den Doppelstints sind wir erst in der Dämmerung übergegangen, was für mich perfekt gepasst hat. Zu dem Zeitpunkt der Übernahme um halb zehn Uhr konnte ich direkt in Führung gehen und von da an einen optimalen Vorsprung ausbauen, sodass trotz Boxenstopp keiner mehr an uns vorbeigezogen ist“, erzählt Marek vom Renngeschehen.

Allerdings, sagt er, seien vor allem die Einsätze in der Nacht in Sachen Konzentration eine große Herausforderung gewesen. „Man steht permanent unter Anspannung, trotzdem setzt aber irgendwann die tücksche Morgenmüdigkeit ein. Dann kommt dazu, dass man auf der Nordschleife nachts wirklich kaum etwas sieht, da die GT3-Autos von hinten die ganze Zeit blenden, die Campingplätze drumherum voll beleuchtet sind und die Fotografen mit besonderen Objektiven blitzen, sodass es sich permanent so anfühlt, als sei man in eine Radarfalle geraten. Daran muss man sich schon erstmal gewöhnen“, meint der Erfolgspilot.

Dennoch spulte Marek zwischen seinen Stints stets dasselbe System ab, das für ihn als Rennfahrer entscheidend ist, um konstant gute Leistung zu bringen. „Nach jedem Einsatz hat man circa 30 Minuten Zeit, um aus ernährungstechnischer Sicht seinen Kohlenhydratespeicher mit Obst und Nudeln besonders effektiv wieder aufzufüllen. Anschließend habe ich mir ein bis zwei Stunden Ruhe gegönnt, Musik gehört und ein wenig geschlafen, ehe ich meinen nächsten Stint schon wieder vorbereiten musste. Dazu gehörte natürlich in erster Linie ein hundertprozentiges Wiederwachwerden sowie beispielsweise das Auffüllen meiner Trinkflaschen mit einem speziellen Elektrolytepulver und das intensive Verfolgen des Renngeschehens“, beschreibt der 20-Jährige. In der Klasse des Pfälzers rollten sechs Autos an den Start, insgesamt waren bei der 45. Auflage des ADAC Zurich 24-Stunden-Rennens 160 Wagen zeitgleich in der 25,378 Kilometer langen „Grünen Hölle“ unterwegs.

Für den Abiturienten ist das Resultat ein ganz besonderes, ist er erst seit dieser Saison als Fahrer auf dem Nürburgring unterwegs. Bei seinen ersten beiden Events auf der längsten Rennstrecke der Welt machte der Sportler bereits erfolgreich von sich reden, fuhr er bei beiden VLN-Rennen direkt den dritten Platz ein. „Ich war von uns vier Teammitgliedern der jüngste Teilnehmer und freue mich daher umso mehr, dass ich mich hier so behaupten konnte. Jede Runde auf der Nordschleife ist Gold wert und für meine VLN-Saison nur förderlich“, erklärte der Lautersheimer aus Rheinland-Pfalz, der 2016 vom Formel- in den GT-Sport gewechselt war und sich im vergangenen Jahr seine Sporen im Porsche Carrera Cup verdiente.

Eigentlich ist das Motorsport-Talent seit dieser Saison beim KÜS Team Bernhard 75 unter Vertrag, sein erstes Rennen für seine neue Mannschaft fährt der Pfälzer jedoch erst am 24. und 25. Juni bei der dritten VLN-Veranstaltung. Grund dafür ist die sogenannte Permit, die Marek im Rahmen der ersten beiden VLN-Termine erst noch erwerben musste, um langfristig auf der Mischung aus Nordschleife und Grand Prix-Strecke starten zu dürfen. Für diesen Lehrgang war der 20-Jährige an das PROsport Performance Team ausgeliehen, das sich seit vielen Jahren auf die Ausbildung junger Rennfahrer auf dem Nürburgring spezialisiert hat.

Da der Porsche-Pilot bei seinen beiden Einsätzen für das PROsport Performance Team so positiv aufgefallen war, wurde Marek auch für das 24-Stunden-Rennen angefragt, bei dem sein KÜS Team Bernhard 75 selber übrigens nicht vertreten war. „Ich hatte bereits seit Beginn der Saison gehofft, dass sich die Gelegenheit auf einen Einsatz beim 24-Stunden-Rennen ergibt. Von daher war das Angebot nicht nur ein großes Kompliment, sondern auch eine große Chance für mich“, so Marek und fügt hinzu. „Dadurch, dass ich die ersten beiden VLN-Rennen für ein anderes Team in einem anderen Auto unterwegs war und die Pause zwischen dem zweiten und dem nun im Juni folgenden dritten Event sehr groß ist, hatte ich zunächst meine Zweifel, ob ich direkt an meine anfänglichen Erfolge anknüpfen kann. Das 24-Stunden-Rennen kam daher in jeder Hinsicht total gelegen, da ich noch weitere wichtige Rennrunden sammeln konnte.“

Für den 20-Jährigen stehen nun noch sieben weitere VLN-Termine von Juni bis einschließlich Oktober auf der Agenda. Ab dem 24. und 25. Juni sitzt Marek dann hinterm Steuer eines 430 PS starken Porsche 911 GT3 Cup, mit dem er sich auch intensiv auf diese Saison vorbereitet hat.

Text: Nina Schröder

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Zweites Mal Podium für VLN-Rookie Marek Böckmann

Für Motorsport-Talent Marek Böckmann könnte es derzeit nicht besser laufen.

BildDer 20-Jährige ist in dieser Saison als Rookie in die VLN-Langstreckenmeisterschaft eingestiegen und hat nach seinem dritten Platz beim Auftaktrennen auch bei der zweiten Veranstaltung mit einer Podiumsplatzierung von sich reden gemacht.

Seit seinem fünften Lebensjahr dreht sich bei Marek Böckmann aus Lautersheim alles um das Thema Motorsport. Angefangen im Kartsport fährt der Abiturient mittlerweile als Profi im GT-Sport, in dieser Saison ist der 20-Jährige in die VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring eingestiegen. Und das mit unmittelbarem Erfolg. Nachdem sich Marek nach seinem ersten Rennen am 25. März als Drittbester der V5-Klasse feiern ließ, wiederholte er an diesem Rennwochenende sein Auftaktglück mit einem erneuten dritten Platz. „Bei diesem Rennen hat wirklich alles gepasst, daher bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Das Wetter war für die Nordschleife ungewöhnlich gut, wir haben keine Fehler gemacht und auch am Auto gab es bis zum Ende nichts zu bemängeln. Klar war ich beim zweiten Event auch schon entspannter als beim ersten, weil ich wusste, was auf mich zukommt, dennoch ist auf so einer anspruchsvollen Strecke wie dem Nürburgring immer gewisse Vorsicht geboten, da man permanent aufpassen muss“, so das Motorsport-Talent des KÜS Team Bernhard 75, das sich in seiner Gruppe gegen 11 weitere Konkurrenz-Teams durchsetzen musste.

Marek, der an diesem Rennwochenende mit Dominik Schöning und Anders Carlsson das Erfolgstrio gebildet hatte, war am Samstag um zwölf Uhr von Position vier in das vierstündige Rennen gestartet. „Wir konnten Rang vier die ganze Zeit über halten und hatten dann gegen Ende noch das Glück, dass ein Rennauto, das vor uns war, ausgefallen ist. Somit standen wir am Ende wieder auf dem Podium, was uns natürlich extrem gefreut hat“, erzählte der VLN-Pilot, der wieder mit einem Porsche 718 Coupé gestartet war.

Besonders anspruchsvoll sei der Start gewesen, erklärte der Pfälzer, der hier im Rahmen der VLN-Serie das erste Mal den ersten Stint übernommen hatte. „Hier sind rund 180 Autos gleichzeitig unterwegs, da ist der Beginn eines solchen Rennens natürlich äußerst trubelig. Der Start ist dann zwar zeitlich unterteilt in drei Gruppen á 60 Wagen, allerdings sind dann trotzdem am Anfang teilweise vier Autos nebeneinander. Man muss sich daher stark konzentrieren, dass man den Überblick behält und nicht in irgendwelche Crashs involviert wird“, beschreibt Marek die Herausforderung.

Das junge Talent hatte bei dem vierstündigen Rennen die ersten beiden von den insgesamt vier Rennabschnitten übernommen, um ausreichend gefahrene Runden für seine Permit zu bekommen, die er für eine langfristige Teilnahme an der VLN-Meisterschaft benötigt. „Die Permit ist so eine Art Führerschein des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB), für die ich an einem Lehrgang teilnehmen und 18 Rennrunden vorweisen musste. Das habe ich jetzt geschafft, daher freue ich mich, dass ich ab dem dritten VLN-Stopp nun endlich in dem Rennwagen losfahren kann, den ich gut kenne und mit dem ich mich in der Vorbereitung ausgiebig beschäftigt habe“, meinte Marek, der dann ab jetzt mit einem 430 PS starken Porsche 911 GT3 Cup auf der Nordschleife unterwegs ist.

Für die Teilnahme an der der erfolgreichsten Breitensportserie Europas spielt für den Sportler ein ausgiebiges Training eine entscheidende Rolle, sind die langen Renndistanzen für ihn eine völlig neue Erfahrung. „Ich habe ein spezielles Ausdauerprogramm, mit dem ich mich regelmäßig auf meine Einsätze vorbereite. Ich halte mich zum einen an meinen Kraftplan, dessen Übungen ich am Olympiastützpunkt in Saarbrücken trainiere. Zum anderen habe ich auch einen Ausdauerplan für zuhause, der sportliche Aktivitäten wie Fahrradfahren und intensives Lauftraining beinhaltet. Auf diese Weise halte ich mich körperlich und auch geistig fit, sodass ich keine Probleme bekomme, wenn ich zum Teil Stints fahre, die bis zu zwei Stunden dauern“, erklärt der 20-Jährige.

Ab dem 24. Juni bildet Marek zusammen mit seinem Teamkollegen David Jahn (26) ein festes Duo, worauf sich der Rennfahrer des KÜS Team Bernhard 75 schon ganz besonders freut. „Der Porsche 911 GT3 Cup ist sehr viel leistungsstärker als der Porsche 718 Coupé, mit dem ich die ersten beiden Rennen bestritten habe. Damit werden wir pro Runde mindestens eine Minute schneller sein, was natürlich auch noch mit einem größeren Spaßfaktor verbunden ist“, lachte der Pfälzer.

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Nachwuchstalent Marek Böckmann debütiert mit Podiumsplatz bei VLN-Auftakt

Porsche-Pilot Marek Böckmann nahm nach der Auftakt-Veranstaltung der diesjährigen VLN-Meisterschaft auf dem Nürburgring direkt seinen ersten Pokal mit nach Hause.

BildWährend seines rund einstündigen Stints hatte er sich so gut positionieren können, dass sich das Team nach dem Ende der vierstündigen ADAC Westfalenfahrt als Dritter des ersten Langstreckenrennens 2017 feiern ließ.

Dass Marek Böckmann nicht nur auf einer Sprintstrecke von sich reden machen kann, hat der Rennfahrer des KÜS Team Bernhard 75 an diesem Wochenende beim Auftakt der VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring bewiesen. Der 20-Jährige, der am Sonnabend um 12 Uhr bei der 63. ADAC Westfalenfahrt das erste Mal bei einem Vier-Stunden-Rennen an den Start ging, sicherte sich mit einer Zeit von 04:08:05 Stunden Platz drei in der Klasse V5 und konnte sich damit über den ersten Pokal in dieser Saison freuen.Während seines rund einstündigen Stints hatte er sich so gut positionieren können, dass sich das Team nach dem Ende der vierstündigen ADAC Westfalenfahrt als Dritter des ersten Langstreckenrennens 2017 feiern ließ. „Ich bin ganz zufrieden mit meiner Leistung. Rang drei beim ersten Langstreckenlauf ist ein super Ergebnis und spiegelt die intensive Vorbereitung auf dieses Event wieder. Ich habe mich schon seit Monaten auf diesen Saisonstart fokussiert, habe im Simulator geübt, einen strengen Ernährungsplan verfolgt und intensiv an meiner Kondition gearbeitet. Daher ist die Trophäe für mich eine tolle Belohnung“, freute sich der Pfälzer, der bereits im Alter von fünf Jahren erste Runden mit dem Kart drehte.

Marek hatte an diesem Rennwochenende zusammen mit den beiden Piloten Dominik Schöning (27) und Philip Hamprecht (19) das Erfolgstrio des Autos mit der Nummer 462 gebildet und das Team während seines Stints im dritten Rennabschnitt weit nach vorne geführt. Beim dritten Boxenstopp, bei dem er das Steuer an seinen Co-Piloten Philip Hamprecht übergab, zeichnete sich bereits ab, dass das letzte Viertel besonders spannend werden würde. „Kurz vor dem letzten Fahrerwechsel hatte ich mir einen sehr harten, aufregenden Kampf mit einem meiner Konkurrenten geliefert, sodass wir auf einmal gute Chancen auf einen Podiumsplatz hatten. Die dritte Position konnten wir uns schließlich in den letzten beiden Runden vor Schluss sichern“, erzählt das Motorsport-Talent aus Lautersheim.

Der junge Rennfahrer war 2016 vom Formel- in den GT-Sport gewechselt und hatte direkt im Porsche Carrera Cup Deutschland auf sich aufmerksam machen können. Seit dieser Saison will sich der Abiturient jedoch primär auf Langstreckenrennen konzentrieren und die komplette VLN-Meisterschaftsserie bestreiten. Bei den ersten beiden Events der erfolgreichsten Breitensportserie Europas darf Marek allerdings nicht in seinem 430 PS starken Porsche 911 GT3 Cup starten, sondern sitzt in einem deutlich langsameren Porsche 718 Coupe. Grund dafür ist eine sogenannte Permit, die der 20-Jährige im Rahmen eines mehrtägigen Lehrgangs sowie mittels gewisser Rennergebnisse erwerben muss, um ab dem dritten Rennen dann als anerkannter Teilnehmer der VLN aufs Gaspedal zu drücken. Eine Vorschrift, die der Porsche-Pilot jedoch vollkommen nachvollziehen kann. „Der Nürburgring ist extrem anspruchsvoll und schnell. Es ist unheimlich schwer, auf dieser Strecke keine Fehler zu machen, denn die darf man sich eigentlich überhaupt gar nicht erlauben. Es gibt keinerlei Auslaufzonen, daher muss man sich wirklich permanent konzentrieren, alles im Blick haben und vor allem alles unter Kontrolle haben. Somit fährt man die ganze Zeit am Limit“, resümiert Marek seine erste Erfahrung auf dem Rundkurs, der von vielen nur die ,Grüne Hölle‘ genannt wird.

Ebenfalls neu ist der stetige Funkkontakt mit dem Ingenieur, der Marek permanent mit Infos versorgt. „Beim Porsche Carrera Cup Deutschland ist man weitestgehend auf sich allein gestellt, hier muss man sowohl auf die Strecke als auch auf die Ansagen des Ingenieurs achten. Allein das sind völlig andere Bedingungen, sodass ich es sehr sinnvoll finde, diese Zusatzlizenz für die VLN zu bekommen“, meinte Marek, der vom Nürburgring nur 170 Kilometer entfernt wohnt.

Seinen nächsten Einsatz hat der Nachwuchssportler bereits in zwei Wochen am 08. April. Ab dem dritten Lauf, am 24. Juni, tritt Marek dann mit Teamkollege David Jahn (26) an, um sich als eingespieltes Power-Duo des KÜS Team Bernhard 75 bei der berüchtigten Langstreckenmeisterschaft bis zum Saisonende auf den vorderen Plätzen in der Gesamtwertung zu positionieren. Eins steht nach dem Auftakt auf dem Nürburgring aber jetzt schon mal für Marek fest: „An der VLN teilzunehmen, macht wahnsinnig viel Spaß und durch mein gutes Ergebnis gehe ich jetzt mit sehr viel mehr Selbstbewusstsein in das nächste Rennen.“

Text: Nina Schröder

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