Initiative D21

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IfKom begrüßen Koalitionsplan zur Digitalisierung

Die Vereinbarungen aus den Koalitionsverhandlungen zur Digitalisierung hält der Verband der Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) für einen Schritt in die richtige Richtung.

Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) hält die Vereinbarungen aus den Koalitionsverhandlungen zur Digitalisierung für einen Schritt in die richtige Richtung. „Auch wenn der große Wurf ausgeblieben ist, lassen die jetzt veröffentlichten Ergebnisse doch den Schluss zu, dass die politisch Verantwortlichen die Bedeutung der Digitalisierung für unsere Gesellschaft erkannt haben“, betont der IfKom-Bundesvorstand.

Bereits die letzte Regierung hatte mit der Digitalen Agenda erstmals einen umfassenden Plan erstellt, um den digitalen Fortschritt zu gestalten, wenn auch die Ergebnisse nicht in jeder Hinsicht zufrieden stellen. Das Versäumte gilt es nun schnellstens nachzuholen und zusätzlich das Tempo für die weitere Entwicklung zu steigern!

Damit dieser Plan überhaupt greifen kann, ist der flächendeckende Breitbandausbau voranzutreiben. Die IfKom begrüßen daher das Ziel eines Gigabitausbaus bis zum Jahr 2025. Auch die zunehmende Fokussierung auf das Medium Glasfaser ist aus technischer Sicht der richtige Weg. Viele Bürger und auch Unternehmen dürften allerdings bisher zufrieden gewesen sein, überhaupt einen Breitbandanschluss mit 50 Megabit pro Sekunde erhalten zu haben, auch wenn dieser nur mit einer kupferbasierten Technologie wie Vectoring möglich ist.

Mit derzeit etwa 80% Abdeckung der Haushalte mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde ist eine Flächendeckung noch nicht erreicht. Umso wichtiger ist es, weitere Fördermaßnahmen für eine künftige flächendeckende Gigabit-Breitbandversorgung auch in unwirtschaftlich auszubauenden Gebieten einzusetzen. Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht muss dieses Thema Priorität erhalten! Die Finanzierung muss auch unabhängig von den Einnahmen aus der Mobilfunk-Frequenzversteigerung sichergestellt werden. Aus Sicht der IfKom ist es konsequent, einen Rechtsanspruch auf einen schnellen Internetanschluss einzuführen. Das Zieldatum 2025 für einen solchen Rechtsanspruch ist zwar weniger ambitioniert, weil aber dieses Zieldatum mit dem formulierten Gigabit-Ziel übereinstimmt, ist zu wünschen, dass der Rechtsanspruch den wachsenden Bedürfnissen nach Bandbreite Rechnung trägt.

Die IfKom begrüßen ebenso die besseren Möglichkeiten der Bildungsförderung im digitalen Bereich. Der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern stand bisher das Kooperationsverbot des Grundgesetzes in weiten Teilen entgegen. Die bereits im Digitalpakt des Bundesbildungsministeriums vorgesehenen Mittel müssen nun endlich in den Schulen ankommen.

Ein großes Handlungsfeld ist die Digitalisierung der Verwaltung und die Online-Beantragung von Verwaltungsdienstleistungen. Die IfKom erwarten hier deutlich mehr Engagement. Bund, Länder, Landkreise und Kommunen haben hier über lange Jahre teilweise völlig unkoordiniert für die gleichen Vorgänge und Fachverfahren unterschiedliche Lösungen eingeführt. Das Ziel, bis 2022 den Bürgern zu ermöglichen, alle dafür geeigneten Verwaltungsdienstleistungen auch online ausführen zu können, greift zu kurz. Denn die wenigen Dienstleistungen, die möglich und geeignet sind, können die Bürger bereits heute online ausführen. Der eGovernment MONITOR 2017 der Initiative D21 stellt fest: „Nur knapp die Hälfte der Nutzer in Deutschland sind mit den vorhandenen digitalen Angeboten zufrieden. Online-Angebote sind nicht bekannt, die Anschaffung zusätzlicher Hardware ist notwendig, häufig ist eine vollständige Abwicklung im Internet nicht möglich.“ In einer digitalisierten Welt, in der sich vieles online erledigen lässt, hält die deutsche Verwaltung nicht Schritt. Die IfKom fordern: Das Angebot muss umfangreicher werden und Hemmnisse, wie z. B. die Anschaffung von Kartenlesegeräten durch die Bürger, müssen abgebaut werden.

Über:

IfKom – Ingenieure für Kommunikation e.V.
Herr Heinz Leymann
Castroper Str. 157
44357 Dortmund
Deutschland

fon ..: 0231 93699329
web ..: http://www.ifkom.de
email : info@ifkom.de

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

Pressekontakt:

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IfKom begrüßt Beschlüsse der Bundesregierung zum e-Government

Die IfKom begrüßen die Beschlüsse zum e-Government in Deutschland für einen einheitlichen Online-Zugang der Bürger zu Verwaltungsportalen und der Ausweitung der Online-Verwaltungsdienstleistungen.

Als längst überfällig sehen die Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) die von der Bundesregierung in dieser Woche getroffenen Beschlüsse zum e-Government in Deutschland an und begrüßen daher ausdrücklich die nunmehr endlich auf den Weg gebrachten Gesetzentwürfe für einen einfachen und einheitlichen Online-Zugang der Bürger zu allen Verwaltungsportalen und eine Ausweitung der Online-Verwaltungsdienstleistungen.

Mit einer Änderung des Grundgesetzes soll der Bund im Rahmen der Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen durch eine Grundgesetzänderung die alleinige Zuständigkeit zur Ausgestaltung des Zugangs zu den Verwaltungsdienstleistungen von Bund und Ländern erhalten. Über jedes Verwaltungsportal von Kommunen, Ländern oder dem Bund soll es innerhalb von fünf Jahren den vollständigen Zugang zu allen online angebotenen Verwaltungsleistungen geben.

Zusätzlich zu dieser Regelung werden Bund, Länder und Kommunen durch ein geplantes Onlinezugangsverbesserungsgesetz verpflichtet, alle rechtlich und tatsächlich geeigneten Verwaltungsleistungen binnen fünf Jahren auch online anzubieten und sie über einen Verbund der Verwaltungsportale von Bund und Ländern zugänglich zu machen. Um die Sicherheit des Portalverbundes zu gewährleisten, sieht der Gesetzentwurf vor, dass der Bund die Fragen der IT-Sicherheit mittels Rechtsverordnung regeln und allen am Portalverbund Beteiligten vorgeben kann.

Damit werden die aus Sicht der IfKom wesentlichen Hemmnisse abgebaut, die bisher einer signifikanten Erhöhung der e-Government-Nutzung im Wege standen. Zum einen war das Angebot an Online-Dienstleistungen der Verwaltung stark eingeschränkt, da Unterschriftserfordernisse und persönliche Anwesenheit vorgeschrieben waren und zudem jedes Land und jede Kommune über ihre Online-Angebote selbst zu entscheiden hatte. Zum anderen waren die Online-Zugänge über die diversen Portale der Länder und Kommunen aufgrund der föderalen Struktur höchst uneinheitlich und für den Nutzer mit Aufwand und Kosten verbunden, wie z. B. mit einem Kartenlesegerät für den elektronischen Personalausweis.

Daher verwundert es nicht, dass der e-Government Monitor der Initiative D21 in diesem Jahr ausweist, dass überhaupt nur vier Prozent der Internetnutzenden in Deutschland den Personalausweis (nPA) mit der elektronischen Identifizierungsmöglichkeit vollumfänglich nutzen, 16 Prozent der Befragten wurde gar von der Freischaltung durch Mitarbeiter der Behörden abgeraten.

Die Zugangshürde ist nach Auffassung der IfKom mit der Umsetzung der vorliegenden Gesetzentwürfe deutlich abgeschwächt worden. Aus technischer Sicht muss es auch zu Alternativen zur Beschaffung eines Kartenlesers für die Bürger kommen, damit die Akzeptanz steigt. Denkbar wäre ein Online-Zertifikat, ähnlich wie bei der Abgabe der Steuererklärung über ELSTER. Zusätzlich müssen aber, nach dem vereinfachten Zugang für den Bürger, auch die dahinterliegenden unterschiedlichen Fachverfahren der Behörden angepasst werden. Werden die Schnittstellen nicht medienbruchfrei erstellt und werden die Fachverfahren nicht trotz Föderalismus einer gewissen einheitlichen Struktur unterworfen, drohen sonst, trotz der gut gemeinten Ansätze, weitere Probleme in der Bearbeitung, die sich auf die Akzeptanz durch die Bürger aber auch auf die Motivation der Verwaltungsmitarbeiter auswirken können. An diesen Herausforderungen müssen Bund und Länder nunmehr dringend arbeiten.

Über:

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IfKom: Digitalisierung voranbringen!

Aus Sicht der IfKom e.V. sind noch erhebliche Anstrengungen der Politik aber auch der Wirtschaft erforderlich, damit die Menschen mit der Dynamik und Komplexität der Digitalisierung mithalten können.

Eine leistungsfähige Netzinfrastruktur ist eine wichtige Grundlage für den Fortschritt der Digitalisierung. Die Gesellschaft muss jedoch auch durch eine gut strukturierte Schul-, Hochschul- und Berufsbildung befähigt werden, sich sicher und souverän durch die digitale Welt zu bewegen. Nur wenn Bildung, Sicherheit und Infrastruktur hinreichend ausgeprägt sind sowie die rechtlichen, finanziellen und technischen Rahmenbedingungen stimmen, können die Menschen mit der Dynamik und Komplexität der Digitalisierung mithalten. Aus Sicht der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e.V.) sind hierzu noch erhebliche Anstrengungen der Politik aber auch der Wirtschaft erforderlich.

Aktuelle Untersuchungen der Initiative D21 zeigen eine leichte Steigerung des Anteils der Personen, die gerade so mit der Digitalisierung mithalten können, auf nunmehr 43%. Allerdings sind 26% der repräsentativ Befragten als digital Abseitsstehende bezeichnet worden. Die Studie „D21-Digital-Index 2016“ zeigt auch einen Zusammenhang zwischen dem Bildungsgrad und der Nutzungskompetenz digitaler Medien. Nicht ohne Grund hat sich daher der nationale IT-Gipfel in diesen Tagen mit dem Schwerpunktthema Bildung beschäftigt. Die Lebenswelt fast aller Schülerinnen und Schüler und auch die der Lehrkräfte ist von der Nutzung digitaler Dienste geprägt. Allerdings ist eine systematische Implementierung zur Heranbildung von Digitalkompetenzen im Sinne von Souveränität im Umgang mit diesen Medien in der Bildung noch unterrepräsentiert.

Die IfKom begrüßen daher den digitalen Bildungspakt der Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. Ebenso sind die Konzepte der Kultusministerkonferenz, der Schulen, Hochschulen und Universitäten, der Träger beruflicher Bildung sowie aus weiteren Ministerien zu unterstützen. Aus Sicht der IfKom gehört die digitale Bildung in den gesamten Fächerkanon von Schulen und Hochschulen. Voraussetzung ist eine angemessene Bildungsinfrastruktur. Diese umfasst sowohl eine ausreichende Computerausstattung als auch Breitbandanschlüsse. Ein wichtiger Schlüsselfaktor für die digitale Bildung sind die digitalen Kompetenzen der Lehrerinnen und Lehrer. Dabei geht es nicht in erster Linie darum, wer besser programmieren oder Gadgets bedienen kann, sondern um den reflektierten Umgang mit den modernen Medien und um die Auswirkungen des eigenen Handelns. Dies sind Voraussetzungen für den Erwerb digitaler Souveränität. Die Beteiligten, insbesondere Bund und Länder, müssen nun ihre gemeinsame Verantwortung wahrnehmen. Medienpädagogische Konzepte sind in Bildungseinrichtungen und Curricula strukturell zu verankert. Das so genannte Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern ist in dieser Hinsicht ein Hemmnis und muss nach Auffassung der IfKom aufgehoben werden.

Auch die Wirtschaft benötigt weitere Unterstützung im Prozess der digitalen Transformation. Zwar halten nach einer aktuellen Untersuchung von techconsult im Auftrag der Deutsche Telekom 72% der Unternehmen die Bedeutung der Digitalisierung für wichtig oder sehr wichtig, aber nur 27% von ihnen setzen eine übergreifende Digitalisierungsstrategie um. 11% der Unternehmen haben sich laut der Studie „Digitalisierungsindex Mittelstand“ noch gar nicht mit Digitalisierung beschäftigt. In dieser und anderen Untersuchungen werden als Gründe immer wieder hohe Investitionskosten, Angst vor IT-Sicherheitsrisiken sowie fehlendes fachliches Know-how genannt.

Digitale Bildung und IT-Sicherheit hält auch eco – der Verband der Internetwirtschaft für die wichtigsten Zukunftsthemen der Digitalisierung. Die Digitalisierung in Deutschland voranzubringen, muss nach Meinung der IfKom auf allen Ebenen Chefsache werden! Kanzlerin und Ministerpräsidenten, Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer, die Spitzen von Politik und Wirtschaft haben größtenteils kein Erkenntnisproblem mehr, es mangelt aber häufig am zielorientierten Handeln. Zu oft stehen dem Ziel einer erfolgreichen digitalen Transformation und dem Erwerb digitaler Souveränität Kompetenzprobleme, rechtliche Hürden oder fehlende finanzielle Hilfen entgegen. Diese gilt es zu überwinden!

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Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

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