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IfKom: Cyber-Gefahren steigen – IT-Sicherheit erhöhen!

Mit zunehmender Vernetzung und Abhängigkeiten von Informations- und Kommunikationstechnik appelliert IfKom e. V. an Unternehmen und Behörden, noch stärker auf IT-Sicherheit zu achten.

Angesichts zunehmender Vernetzung und Abhängigkeiten von Informations- und Kommunikationstechnik appelliert der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) an Unternehmen und Behörden, noch stärker auf IT-Sicherheit zu achten. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sind gefährdet, große Unternehmen treffen häufig umfangreichere technische und organisatorische Vorsorge und schulen ihre Mitarbeiter systematisch.
Die IfKom fordern angesichts der zunehmenden Angriffe auf IT-Infrastrukturen eine höhere Sensibilität im Sicherheitsdenken. Dazu gehören auch Aufklärungskampagnen für die Bürger. Die Gefahr lauert bereits beim ungesicherten WLAN-Netzwerk zu Hause oder bei Einkäufen und Bankgeschäften mit dem Smartphone, die unterwegs in offene Hotspots eingeloggt sind. Vereine wie „Deutschland sicher im Netz e. V.“ unter Schirmherrschaft des Bundesinnenministeriums leisten zu diesem Thema wertvolle Arbeit für Verbraucher und Unternehmen.

Die Absichtserklärungen im Entwurf des Koalitionsvertrages zwischen CDU/CSU und SPD müssen nach Auffassung der IfKom zügig umgesetzt werden. Dazu gehören u. a. ein neues Rahmenprogramm für die zivile Sicherheitsforschung, die Weiterentwicklung von Kompetenzzentren der IT-Sicherheitsforschung auch für technologieorientierte Unternehmensgründungen, mehr Sicherheit im Cyberraum sowie eine bessere Unterstützung insbesondere des Mittelstandes bei der IT-Sicherheit. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) soll den Mittelstand stärker beraten. Insbesondere der geplante Nationale Pakt Cybersicherheit, in den sich Hersteller, Anbieter und Anwender sowie die öffentliche Verwaltung mit ihrer Verantwortung für digitale Sicherheit einbringen sollen, darf nicht auf die lange Bank geschoben werden. Das geplante Gütesiegel für IT-Sicherheit muss dabei seinem hohen Anspruch gerecht werden!

Die IfKom begrüßen in diesem Zusammenhang die Initiative großer Industrieunternehmen wie Siemens, IBM, Airbus, Deutsche Telekom und anderen, eine gemeinsame Charta zur Cybersicherheit ins Leben zu rufen. Diese Charta fordert verbindliche Regeln und Standards, um Vertrauen in die Cybersicherheit aufzubauen und die Digitalisierung weiter voranzutreiben. Kernforderung ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft. Cybersicherheit soll auf höchster Regierungsebene verankert werden. Dieser Forderung schließen sich die IfKom ausdrücklich an. Ebenso wie andere Verbände aus dem IT- und Digital-Umfeld fordern die IfKom einen Minister, der nicht nur die digitale Infrastruktur im Namen führt, sondern für alle Themen der Digitalisierung zuständig ist.

Angesichts der vom Bitkom ermittelten Schadenshöhe von fast 55 Milliarden Euro im Jahr, die durch Datendiebstahl, Sabotage und Wirtschaftsspionage im IT-Bereich entsteht, und nachdem mehr als die Hälfte der Unternehmen zugegeben haben, von solchen Angriffen betroffen gewesen zu sein, muss die IT-Sicherheit auch in den Unternehmen Chefsache werden. Dabei trägt die rasante Zunahme vernetzter Geräte zu einer steigenden Angriffsgefahr bei, die laut IT-Marktforschungsinstitut Gartner im Jahr 2020 von derzeit knapp 9 Milliarden auf rund 20 Milliarden weltweit steigen soll. Angesichts dieser wachsenden Bedrohung ist die Investition in mehr Sicherheitsforschung zu begrüßen. Die IfKom halten den Aufbau eines neuen Forschungszentrums für IT-Sicherheit in Saarbrücken für eine herausragende und langfristig bestehende Entscheidung. Das dortige Helmholtz-Zentrum soll nach jetziger Planung das weltweit größte Forschungszentrum für IT-Sicherheit werden.

Aus Sicht der Ingenieure für Kommunikation ist eine schnelle und zielorientierte Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik auf dem Feld der IT-Sicherheit dringend erforderlich, der Mittelstand ist hierzu besonders zu beraten und zu fördern und in allen Unternehmen müssen personelle, technische und organisatorische Sicherheitsvorkehrungen als geschäftskritische Prozesse verstanden und IT-Sicherheit zur Chefsache werden.

Über:

IfKom – Ingenieure für Kommunikation e.V.
Herr Heinz Leymann
Castroper Str. 157
44357 Dortmund
Deutschland

fon ..: 0231 93699329
web ..: http://www.ifkom.de
email : info@ifkom.de

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

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IfKom begrüßen Koalitionsplan zur Digitalisierung

Die Vereinbarungen aus den Koalitionsverhandlungen zur Digitalisierung hält der Verband der Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) für einen Schritt in die richtige Richtung.

Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) hält die Vereinbarungen aus den Koalitionsverhandlungen zur Digitalisierung für einen Schritt in die richtige Richtung. „Auch wenn der große Wurf ausgeblieben ist, lassen die jetzt veröffentlichten Ergebnisse doch den Schluss zu, dass die politisch Verantwortlichen die Bedeutung der Digitalisierung für unsere Gesellschaft erkannt haben“, betont der IfKom-Bundesvorstand.

Bereits die letzte Regierung hatte mit der Digitalen Agenda erstmals einen umfassenden Plan erstellt, um den digitalen Fortschritt zu gestalten, wenn auch die Ergebnisse nicht in jeder Hinsicht zufrieden stellen. Das Versäumte gilt es nun schnellstens nachzuholen und zusätzlich das Tempo für die weitere Entwicklung zu steigern!

Damit dieser Plan überhaupt greifen kann, ist der flächendeckende Breitbandausbau voranzutreiben. Die IfKom begrüßen daher das Ziel eines Gigabitausbaus bis zum Jahr 2025. Auch die zunehmende Fokussierung auf das Medium Glasfaser ist aus technischer Sicht der richtige Weg. Viele Bürger und auch Unternehmen dürften allerdings bisher zufrieden gewesen sein, überhaupt einen Breitbandanschluss mit 50 Megabit pro Sekunde erhalten zu haben, auch wenn dieser nur mit einer kupferbasierten Technologie wie Vectoring möglich ist.

Mit derzeit etwa 80% Abdeckung der Haushalte mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde ist eine Flächendeckung noch nicht erreicht. Umso wichtiger ist es, weitere Fördermaßnahmen für eine künftige flächendeckende Gigabit-Breitbandversorgung auch in unwirtschaftlich auszubauenden Gebieten einzusetzen. Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht muss dieses Thema Priorität erhalten! Die Finanzierung muss auch unabhängig von den Einnahmen aus der Mobilfunk-Frequenzversteigerung sichergestellt werden. Aus Sicht der IfKom ist es konsequent, einen Rechtsanspruch auf einen schnellen Internetanschluss einzuführen. Das Zieldatum 2025 für einen solchen Rechtsanspruch ist zwar weniger ambitioniert, weil aber dieses Zieldatum mit dem formulierten Gigabit-Ziel übereinstimmt, ist zu wünschen, dass der Rechtsanspruch den wachsenden Bedürfnissen nach Bandbreite Rechnung trägt.

Die IfKom begrüßen ebenso die besseren Möglichkeiten der Bildungsförderung im digitalen Bereich. Der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern stand bisher das Kooperationsverbot des Grundgesetzes in weiten Teilen entgegen. Die bereits im Digitalpakt des Bundesbildungsministeriums vorgesehenen Mittel müssen nun endlich in den Schulen ankommen.

Ein großes Handlungsfeld ist die Digitalisierung der Verwaltung und die Online-Beantragung von Verwaltungsdienstleistungen. Die IfKom erwarten hier deutlich mehr Engagement. Bund, Länder, Landkreise und Kommunen haben hier über lange Jahre teilweise völlig unkoordiniert für die gleichen Vorgänge und Fachverfahren unterschiedliche Lösungen eingeführt. Das Ziel, bis 2022 den Bürgern zu ermöglichen, alle dafür geeigneten Verwaltungsdienstleistungen auch online ausführen zu können, greift zu kurz. Denn die wenigen Dienstleistungen, die möglich und geeignet sind, können die Bürger bereits heute online ausführen. Der eGovernment MONITOR 2017 der Initiative D21 stellt fest: „Nur knapp die Hälfte der Nutzer in Deutschland sind mit den vorhandenen digitalen Angeboten zufrieden. Online-Angebote sind nicht bekannt, die Anschaffung zusätzlicher Hardware ist notwendig, häufig ist eine vollständige Abwicklung im Internet nicht möglich.“ In einer digitalisierten Welt, in der sich vieles online erledigen lässt, hält die deutsche Verwaltung nicht Schritt. Die IfKom fordern: Das Angebot muss umfangreicher werden und Hemmnisse, wie z. B. die Anschaffung von Kartenlesegeräten durch die Bürger, müssen abgebaut werden.

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IfKom: Industrie 4.0 braucht Glasfaserausbau

Die Vernetzung der Welt im Gigabitbereich ist nur mit der Glasfasertechnik zu realisieren. Die IfKom fordern, die Glasfaser muss in jedes Haus und zu jedem Mobilfunkmast.

BildUnter dem Thema „Industrie 4.0 braucht Glasfaserausbau“ fand der diesjährige Neujahrsempfang der Region NordWest des Verbandes Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) traditionell im ARCADEON – Haus der Wissenschaft und Weiterbildung in Hagen statt, zu dem der Vorsitzende Dipl.-Ing Manfred Wöllke erneut neben Mitgliedern Ehrengäste aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Gewerkschaften begrüßte.

Anschließend wies in seiner Rede der Bundesvorsitzende der IfKom, Dipl.-Ing. Heinz Leymann, darauf hin, unsere Welt wird immer digitaler. Die Dampfmaschine von einst heißt heute Internet. Im Rahmen der 4. Industriellen Revolution wächst die Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik zusammen, wobei künftig ganze Fabriken über die Internetplattform vernetzt sein werden, so dass intelligente Maschinen selbstständig Fertigungsprozesse koordinieren. Für eine solche Industrievernetzung brauchen wir eine flächendeckende Breitbandversorgung mit hoher Bitrate im Gigabereich.

Dipl.-Ing. Reinhard Genderka, Mitglied des Bundesvorstandes, machte in seinem Vortrag deutlich, dass die Vernetzung der Welt im Gigabitbereich nur mit der Glasfasertechnik zu realisieren ist. Daher fordern die IfKom, die Glasfaser muss in jedes Haus und zu jedem Mobilfunkmast. Der Glasfaser- und 4G/5G Mobilfunkausbau muss quasi Hand in Hand erfolgen. Es bedarf außerdem einer Lockerung des Regulierungsregimes, um Investitionen zu stimulieren. Eine komplette Ersetzung des Kupfernetzes in ein Glasfasernetz würde für Deutschland ca. 100 Mrd. EUR kosten. Dabei stellt die Verlegung der Glasfaserkabel in das Erdreich den größten Kostenanteil dar. Der Netzausbau ist daher vom Aufwand zu reduzieren (Verlegetiefen der Glasfaserkabel sind zu verringern, Bau von oberirdischen Glasfaserlinien). Zugleich sind beim Glasfaserausbau Kooperationen zu fördern und Deckungslücken im ländlichen Raum durch staatliche Zuschüsse zu schließen.

Bei der Netzneutralität fordern die IfKom einen diskriminierungsfreien Zugang zu Inhalten, Diensten und Anwendungen für den Endnutzer des Internets. Die Teilhabe muss für jedermann gewährleistet sein. Das „best effort“-Prinzip soll als Grundlage für ein freies Internet gelten. Es darf keine Diskriminierung (Verlangsamung oder gar Blockade) im Netz aufgrund von Inhalten, Qualität, Herkunft und Zweck einer Nachricht geben. Das Ziel der IfKom ist die Beibehaltung eines „demokratischen Internets“.

Die immer weiter fortschreitende digitale Vernetzung zwischen Mensch und Maschinen erfordert ein besonderes Augenmerk auf den Datenschutz und der Datensicherheit. Aus der Sicht der IfKom muss das Ziel dabei sein, den Schutz der individuellen Selbstbestimmung des Einzelnen zu gewährleisten. Wir brauchen eine starke Aufmerksamkeit für den Datenschutz in Unternehmen, Verwaltungen, aber auch im privaten Bereich. Folglich ist nach Auffassung der IfKom eine Sensibilisierung der Bevölkerung unabdingbar. Diese muss bereits im Kindergarten erfolgen. Unternehmen – besonders mittelständische Unternehmen – sollten beim Datenschutz externe Unterstützung von Profis erhalten, beispielsweise durch das Bundesamt für Datenschutz. Zudem sind Mitarbeiter in Unternehmen, Verwaltungen regelmäßig systematisch zu schulen und zu sensibilisieren.

Vom 25. Mai 2018 an gilt die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union. Mit Art. 17 der DSGVO „Recht auf Löschung (Recht auf Vergessenwerden)“ erhält beispielsweise eine Privatperson das Recht, bei den verantwortlichen Social Media-Anbietern seine persönlichen Daten und Fotos unverzüglich löschen zu lassen.

Der Neujahrsempfang war zudem ein wichtiger Anlass, um seine Mitglieder zu ehren.
Für 50 Jahre Verbandszugehörigkeit wurde Dipl.-Ing. Heinz Theodor Becker aus Brilon und für 40 Jahre Verbandszugehörigkeit Dipl.-Ing. Horst Bohlmann aus Hüllhorst, der zudem Träger des Bundesverdienstkreuzes sowie des Landesverdienstorden des Landes NRW ist, geehrt. Die Ehrenurkunden überreichte der Vorsitzende der IfKom Region NordWest, Dipl.-Ing. Manfred Wöllke.

Zu den Gratulanten gehörten u.a. Horst Wisotzki, Bürgermeister der Stadt Hagen und Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin der Fernuniversität Hagen.

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IfKom erwartet von zukünftiger Regierung schnellere Umsetzung von Breitbandzielen

IfKom erwartet von den zukünftigen Koalitionspartnern ein klares Bekenntnis zum flächendeckenden leistungsfähigen und zukunftssicheren Breitbandnetz in Deutschland.

Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) erwartet von den zukünftigen Koalitionspartnern ein klares Bekenntnis zu einem flächendeckenden leistungsfähigen und zukunftssicheren Breitbandnetz in Deutschland. Anders als bei der Vorgängerregierung sollten Investitionsanreize für die Netzbetreiber sowie für Landkreise und Kommunen zügig geschaffen werden.
Die bisherige Bundesregierung hat in ihrer Digitalen Agenda das Ziel eines flächendeckenden Ausbaus von mindestens 50 Megabit pro Sekunde im Download bis zum Jahr 2018 formuliert. Es dauerte jedoch noch bis zur Mitte der Wahlperiode, bis das Bundesförderprogramm starten konnte. Auch das DigiNetz-Gesetz zur Mitnutzung und Vereinfachung beim infrastrukturausbau konnte seine Wirkung noch nicht entfalten. Mit einem Deckungsgrad von 76,9% zum Zeitpunkt Mitte 2017 ist die Mindestbandbreite von 50 Megabit pro Sekunde noch weit entfernt von einer Flächendeckung.
Da innerhalb eines 12-Monats-Zeitraumes die Zunahme nur gut 5 Prozentpunkte beträgt, werden unter den jetzigen Rahmenbedingungen auch Ende 2018 noch viele Gebiete in Deutschland unterversorgt sein.

Damit es demnächst zügiger vorangeht, ist die neue Bundesregierung gefordert, die Maßnahmen deutlich zu verstärken. Nicht überall in Deutschland ist der Netzausbau für die Betreiber wirtschaftlich. Dennoch müssen diese Lücken geschlossen werden, um die Breitbandversorgung der Bevölkerung aber auch der Wirtschaft sicher zu stellen. Im internationalen Wettbewerb kann nur bestehen, wer schnell und flexibel auf Änderungen reagieren kann. Ein ausreichend leistungsfähiges Kommunikationsnetz ist dafür unabdingbar.

Die IfKom unterstützen daher die Absicht der zukünftigen Regierungspartner, Gigabitnetze in Deutschland bis zum Jahr 2025 auszubauen. Für einen solchen Ausbau müssen die Erlöse aus der Vergabe der UMTS- und 5G-Lizenzen zweckgebunden bereitgestellt werden. Im Übrigen ist der Ausbau von 5G-Funknetzen eng mit einem Glasfaserausbau verbunden, denn für die zum Teil sehr kleinen Funkzellen wird eine leistungsfähige Backhaul-Infrastruktur benötigt, um die Datenmengen zu transportieren. Neben dem öffentlichen Finanzierungsbedarf von mehr als 10 Milliarden Euro in der Legislaturperiode sind jedoch weitere ordnungspolitische Regelungen erforderlich. Planungs- und Bauphasen müssen auf gesetzlicher Grundlage beschleunigt werden. Nur so kann eine deutliche Verbesserung in der Ausbaudynamik einer Breitband-Infrastruktur in Deutschland erreicht werden.

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Verleihung des IfKom-Ingenieurpreises an Leo Hansen Ordóñez, Master of Science (M.Sc.)

IfKom würdigen mit Ingenieurpreis die Arbeit von Studenten, Professoren u. Hochschulen, wo gesellsch. u. ökolog. Gesichtspunkte m. analyt. Denkweise und Fähigkeit zur Kreativität einhergehen.

BildEine Masterarbeit über eine Sicherheitsanalyse im Zusammenhang mit dem Internet der Dinge und ein Studienabschluss mit Bestnote sind vom Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) mit einem Ingenieurpreis honoriert worden.

Kürzlich wurde der IfKom-Ingenieurpreis im Rahmen des Hochschultages an der Hochschule Mannheim an Leo Hansen Ordóñez, Master of Science (MSc.) verliehen. Den Preis überreichte Dipl.-Ing. Jürgen Gottstein, stellvertretender Bezirksvorsitzender des IfKom-Bezirks Baden-Pfalz-Saar.

Die Masterarbeit von Hansen Ordóñez im Studiengang Informationstechnik trägt den Titel „Sicherheitsanalyse für eine Anwendung zur Auswertung von Bilddaten einer Kläranlage im Internet der Dinge“. Sie wurde mit der Bestnote 1,0 bewertet. Auch das Masterstudium schloss er mit der Gesamtnote 1,0 ab.

In der untersuchten Anwendung werden mikroskopische Bildaufnahmen von Becken einer Kläranlage in der Microsoft Azure Cloud durch einen Matlab-Algorithmus analysiert, sodass Länge und Anzahl an Bakterien im Klärbecken ermittelt werden können. Durch die kontinuierliche Überwachung der Bakterien soll die Gefahr einer Schaumbildung auf der Oberfläche von Belebtschlammbecken frühzeitig erkannt und eingeschätzt werden können. Durch Zugabe von Fällungsmitteln kann das Wachstum der Bakterien dann eingedämmt werden.

Die Arbeit behandelt die Sicherheitsanalyse dieser Internet-der-Dinge-Anwendung. Hierbei wurden alle Komponenten des Systems auf Sicherheitslücken oder -mängel hin untersucht, konkret die Portalseite, Event Hubs, Cloud-Speicher und das mikroskopische Aufnahmegerät (kurz „Gerät“). Zahlreiche Sicherheitsmängel konnten aufgedeckt und behoben werden. Für das Gerät wurde ein sicherer Bereitstellungs-Vorgang implementiert, mit dem sich das Gerät am Internet of Things (IoT) Hub identifizieren und mit dessen Hilfe das Gerät am Portal zugelassen werden kann. Außerdem werden alle Geheimnisse mithilfe eines Trusted Platform Module (TPM) verschlüsselt.

Mit dem Ingenieurpreis ehrt der Verband herausragende Arbeiten von Hochschulabsolventen. Dort, wo gesellschaftliche und ökologische Gesichtspunkte mit analytischer Denkweise und Fähigkeit zur Kreativität einhergehen, wollen die IfKom die Arbeit von Studenten und Professoren sowie das Engagement von Hochschulen hervorheben. Die Vergabe eines IfKom-Preises im Hochschulbereich soll Anerkennung für die Preisträger und Vorbild für andere sein.

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Verleihung des Promotionsrechts an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Hessen

Mit dem neuen hessischen Promotionsrecht können Informatik – Absolventen/-innen eine akademische Laufbahn anstreben u. nun an beteiligten hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften umsetzen.

BildZum Thema Verleihung des Promotionsrechts an Hochschulen trafen sich kürzlich der Vorsitzende der KFBT e.V. (Konferenz der Fachbereichstage), Prof. Dr. Ulrich Bühler, und der Bundesvorsitzende der IfKom e.V. (Ingenieure für Kommunikation), Dipl.-Ing. Heinz Leymann.

Im Oktober 2017 verlieh der Hessische Minister des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst vier Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hessen für zunächst fünf Jahre das eigenständige Promotionsrecht im Rahmen des „Promotionszentrums Angewandte Informatik“. Bisher bestand nur die Möglichkeit, in Kooperation mit einer Partneruniversität eine Dissertation an einer HAW zu verfassen. Diese Möglichkeit der kooperativen Promotion bleibt davon unberührt und kann auch weiterhin genutzt werden.

„Von sofort an können Absolventinnen und Absolventen in Hessen an der Hochschule Darmstadt, der Frankfurt University of Applied Sciences, der Hochschule Fulda und der Hochschule RheinMain ohne die Kooperation mit einer Universität den Doktorgrad in der Fachrichtung Angewandte Informatik erlangen“, merkte Prof. Dr. Ulrich Bühler an und fügte hinzu: „Vorteil eines eigenen Promotionsrechts ist die selbstständige Qualitätssicherung der
Forschung sowie die fachliche Schwerpunktsetzung. Forschungsstarke Professorinnen und Professoren der hessischen HAW können somit ihre Expertise in der angewandten Forschung auch in Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen der Region noch besser einbringen.“

„Die IfKom begrüßen das hessische Promotionsrecht und fordern eine Ausdehnung auf alle Bundesländer, zumindest für forschungsstarke Bereiche an den Hochschulen“, betonte Heinz Leymann und ergänzte: „Mit dem neuen hessischen Promotionsrecht ist ein wichtiger Anreiz im Wissenschaftssystem geschaffen worden. Leistungsstarke Absolventinnen und Absolventen von Informatik-Studiengängen, die eine akademische Laufbahn anstreben und forschen wollen, haben nun die Möglichkeit, dies an den beteiligten hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften umzusetzen“.

Die vier hessischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften stehen seit vielen Jahren für Qualität in der praxisorientierten Forschung. Mit dem gemeinsam von diesen vier Hochschulen eröffneten „Promotionszentrum Angewandte Informatik“ ergeben sich durch die Vergabe des eigenständigen Promotionsrechts neue Berufs- und Karrierechancen für ihre leistungsstarken Absolventen. Zu den Forschungsschwerpunkten dieses Zentrums zählen beispielsweise IT-Sicherheit, Big Data, Telekommunikation, Spracherkennung, Rechnernetze, Virtual und Augmented Reality, Mensch-Maschine-Interaktion sowie Interaktive und Digitale Medien. Die hierbei auferlegten Qualitätskriterien für das Promotionszentrum sind sehr hoch. KFBT und IfKom setzen sich daher für das bundesweite Promotionsrecht an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften ein.

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Die Konferenz der Fachbereichstage e.V. (KFBT) ist die Dachorganisation von 18 Fachbereichstagen der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) mit in Summe über 600 Mitgliedsfakultäten und – fachbereichen in der Bundesrepublik Deutschland. Davon sind 12 dieser Fachbereichstage ingenieurwissenschaftlich geprägt. Die KFBT vertritt die Interessen ihrer Mitglieder und dient als Plattform zur aktiven Gestaltung hochschulpolitischer Entwicklungen, zum Informations- und Erfahrungsaustausch in allen Belangen der von den Mitgliedern vertretenen Fächer als anwendungsbezogene Wissenschaft und zur Kooperation mit Interessenvertretern aus Wirtschaft, Politik und Hochschule.

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IfKom: Absolvent der HfTL erhält IfKom-Preis

Der Absolvent der HfTL, Hans Christian Rudolph, erhielt den diesjährigen IfKom-Preis für seine hervorragende Bachelorarbeit auf dem Gebiet der Massendatenverarbeitung.

BildAbsolvent der HfTL erhält IfKom-Preis

Hans Christian Rudolph, Absolvent der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL), erhielt in diesem Jahr den IfKom-Preis für seine hervorragende Bachelorarbeit auf dem Gebiet der Massendatenverarbeitung.
In seiner Bachelorarbeit mit dem Titel „Vergleich paralleler Datenverarbeitung in Haskell und C++ anhand eines MapReduce-Szenarios“ thematisierte er auf herausragende Weise die Parallelisierbarkeit von Datenverarbeitungsprozessen und den Performancevergleich bei Implementierungen von Algorithmen in verschiedenen Programmiersprachen.
Dabei setzte Rudolph ein MapReduce-Szenario ein, mit dem Daten im Rahmen einer Massendatenverarbeitung auf adäquate Weise parallelisiert extrahiert werden sollten. Zunächst prüfte er das Szenario auf generelle Anwendbarkeit, die Umsetzung erfolgt dann in einer imperativen (C++) und einer funktionalen (Haskell) Programmiersprache. Insbesondere bei der Parallelisierung in der Haskell-Implementation wurden umfangreiche Recherche- und Forschungsarbeit geleistet.
„Hier ist eine exzellente Bachelorarbeit mit einem hohen wissenschaftlichen Wert entstanden. Rudolph bestätigt damit seine über den gesamten Studienverlauf gezeigten, sehr hohen Leistungen“, erklärt Prof. Dr. rer. nat. Matthias Krause als begutachtender Hochschullehrer der HfTL.
Hans Christian Rudolph studierte von 2013 bis 2016 in dem gemeinsam mit der Deutschen Telekom als Praxispartner angebotenen dualen Studiengang „Kommunikations- und Medieninformatik“ an der HfTL. Der betriebliche Einsatz während der Studienzeit erfolgte bei einem Unternehmen der Deutschen Telekom in Leipzig. Er schloss sein Studium mit einem ausgezeichneten Ergebnis als Bachelor of Engineering ab.
Der IfKom-Preis wurde im Rahmen der feierlichen Exmatrikulation am 18. November durch den Bundesvorsitzenden der IfKom, Dipl.-Ing. Heinz Leymann, überreicht.
„Es ist mir eine besondere Ehre, Ihnen diesen Preis als Anerkennung für eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit im Namen der IfKom überreichen zu können. Die Vergabe dieses Preises soll Anerkennung für Sie als Preisträger sein und zugleich Studierende ermuntern, Ihrem Beispiel zu folgen“, bekräftigt Heinz Leymann in seiner Laudatio das Engagement des Berufsverbandes der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.).
Seit 2010 verleiht die IfKom jährlich einen Preis für hervorragende Ergebnisse bei der Anfertigung der Abschlussarbeit an einen Studierenden der HfTL.
Mit diesem Preis und ihrem vielfältigen gesellschaftlichen Engagement würdigt die IfKom herausragende fachliche Leistungen junger Menschen in einem technisch geprägten Studienumfeld der IKT-Branche. Der Berufsverband der Ingenieure setzt sich für eine anforderungsgerechte Studiengestaltung ein, die neben natur- und technikwissenschaftlichen Inhalten auch Kreativität, vernetztes Denken und andere Managementfähigkeiten fördert. Dort, wo gesellschaftliche und ökologische Gesichtspunkte mit analytischer Denkweise und der Fähigkeit zur Kreativität einhergehen, möchte die IfKom die Arbeit von Studierenden und Professoren sowie das Engagement von Hochschulen hervorheben.

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Die Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) ist eine durch das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) anerkannte private Hochschule in Trägerschaft der HfTL- Trägergesellschaft mbH, eine hundertprozentige Beteiligung der Deutschen Telekom AG. Die HfTL steht für Lehre und Forschung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien und ist die einzige deutsche Hochschule mit diesem Spezialprofil. Aktuell sind rund 1.440 Studierende in den direkten, dualen und berufsbegleitenden Bachelor- und Masterstudiengängen immatrikuliert.

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IfKom fordern mehr politisches Engagement beim E-Government

IfKom e. V. fordert mehr Engagement der Verhandlungspartner zur Digitalisierung der Verwaltungsabläufe in deutschen Behörden im internationalen Vergleich.

Von den Parteien CDU, CSU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP ist Einigkeit in der Bedeutung der digitalen Transformation zu vernehmen. Dennoch sind die bisherigen Sondierungsergebnisse zu diesem Themenkomplex eher dürftig. Der Verband der Ingenieure für Kommunikation
(IfKom e. V.) fordert daher mehr Engagement der Verhandlungspartner. Beispielsweise hinkt die Digitalisierung der Verwaltungsabläufe in deutschen Behörden im internationalen Vergleich deutlich hinterher. Bürger und Unternehmen können erst wenige Verwaltungsleistungen online erledigen. Ob Ausweisanträge, Bauanträge oder Gewerbeanmeldungen, die Palette der Behördengänge ist deutschlandweit durchaus vergleichbar. Dennoch hat jedes Bundesland und jede Kommune einen anderen Stand der elektronischen Bearbeitung von Verwaltungsverfahren. Von einer Vereinheitlichung kann keine Rede sein.

Dementsprechend wenig engagiert klingt die Formulierung aus den Sondierungsgesprächen zum E-Government, nach der bis zum Jahr 2022 lediglich die „Schaffung vernetzter Verwaltungsportale mit einheitlichem Online-Zugang (Bürgerportale)“ ankündigt wird, über die „hierfür geeignete Verwaltungsdienstleistungen“ auch online erledigt werden können. Dieser einheitliche Portal-Zugang wird bereits seit Jahren angekündigt, die Aussicht auf das Jahr 2022 lässt jedoch den Willen zu einer baldigen Umsetzung vermissen.

Es ist daher nicht verwunderlich, wenn die gerade vorgestellte Studie „E-Government MONITOR 2017“ der Initiative D21 e. V. und der fortiss GmbH zu dem Ergebnis kommt: „Die E-Government-Nutzung kommt nicht voran, die Zufriedenheit nimmt deutlich ab!“ Die Nutzung von digitalen Behördendienstleistungen sank in diesem Jahr laut der Studienergebnisse um vier Prozentpunkte auf 41 Prozent. In Deutschland zeigt sich somit seit 2012 eine Stagnation bei der E-Government-Nutzung. Dagegen liegt die Nutzung in Österreich mit 74 Prozent und in der Schweiz mit 61 Prozent deutlich höher. Immer noch sind diverse Hürden aufgebaut, die die Bürger von der Nutzung der wenigen bestehenden Angebote abhalten. Für viele Anträge muss die elektronische ID-Funktion des Personalausweises freigeschaltet sein und man benötigt ein Kartenlesegerät. Mit den Hemmnissen geht einher, dass noch zu viele Verwaltungsvorgänge in Deutschland in höchst unterschiedlichen Fachverfahren bearbeitet werden, die Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern und Kommunen stark aufgesplittet sind und viele Verwaltungsleistungen nur aufgrund persönlichen Erscheinens oder der eigenhändigen Unterschrift erbracht werden.

Für die Ingenieure für Kommunikation liegen die Ursachen nicht zuerst im technischen Bereich. Ein Blick nach Estland zeigt, wie umfangreich dort bereits die Bürger mit den Behörden kommunizieren und ihre Angelegenheiten online erledigen. Estlands Bürger können mehr als 600 E-Government-Dienste nutzen. Deutschland liegt dagegen im E-Government laut European Digital Progress Report der EU-Kommission im EU-Vergleich nur auf Platz 18 von 28 Ländern. Neben der Anpassung von Verwaltungsprozessen und dem Abbau von Hemmnissen sollten auch Anreizsysteme, wie z. B. Gebühren- oder Zeitersparnis genutzt werden. Die Politiker müssen jetzt in den Verhandlungen zum kommenden Regierungsprogramm Verantwortung zeigen und Deutschland in diesem Bereich deutlich voranbringen!

Über:

IfKom – Ingenieure für Kommunikation e.V.
Herr Heinz Leymann
Castroper Str. 157
44357 Dortmund
Deutschland

fon ..: 0231 93699329
web ..: http://www.ifkom.de
email : info@ifkom.de

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

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IfKom im Gespräch zum Thema Digitale Bildung mit der Rektorin der Fernuniversität in Hagen

IfKom begrüßen Digitalpakt für Deutschland im globalen Wettbewerb. Medienkompetenz, insb. auch zur kritischen Reflexion digitaler Inhalte muss im Curriculum von Schulen und Hochschulen enthalten sein.

BildKürzlich trafen sich die IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V. mit der Rektorin der Fernuniversität in Hagen, Prof. Dr. Ada Pellert, zum Thema Digitale Bildung.

Die Digitalisierung führt zu einer allseits vernetzten und vermehrt automatisierten Welt, bei der die einzelnen Maschinen und Anlagensysteme über die Internetplattform miteinander kommunizieren. „Für den hochtechnologischen Standort Deutschland brauchen wir gut ausgebildete Köpfe, um global wettbewerbsfähig zu sein“, merkte der Bundesvorsitzende der IfKom e. V., Dipl.-Ing. Heinz Leymann, an und fügte hinzu: „dafür brauchen wir hochqualifizierte Fachkräfte und Ingenieure insbesondere in den MINT-Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“.

Prof. Dr. Pellert und die IfKom betrachten die digitale Bildung als eine große Herausforderung auf dem Weg in eine digitale Welt. „Dies betrifft zum einen den Umgang mit der Technik selbst und zum anderen die Vermittlung von Fähigkeiten, mit den Inhalten im Netz kompetent umgehen zu können“, wies Prof. Dr. Pellert hin und ergänzte:
„Medienkompetenz, insbesondere auch zur kritischen Reflexion digitaler Inhalte muss im Curriculum von Schulen und Hochschulen enthalten sein“.

In diesem Zusammenhang begrüßen die IfKom den Digitalpakt für Deutschland, der im bisherigen Bundesbildungsministerium initiiert wurde. Hemmnisse des Föderalismus sollten dabei überwunden werden. Um im globalen Wettbewerb – insbesondere bei den Hochtechnologie-Produkten – erfolgreich zu sein, braucht Deutschland mehr denn je qualifizierte Ingenieure. Daher sind aus der Sicht der IfKom Führungspositionen verstärkt durch Ingenieure zu besetzen. Grundsätzlich benötigen wir für Ingenieure eine stärker auf Managementaufgaben vorbereitende Ausbildung, um auf ihre späteren Aufgaben vorbereitet zu werden. Folglich ist die Ingenieurkompetenz an Universitäten und Hochschulen zu fördern. Basierend darauf haben die IfKom ein passgenaues Fortbildungsmodul entwickelt. „Dabei wäre es wichtig, wenn insbesondere mittelständische Unternehmen in diesem Prozess nachhaltig noch stärker eingebunden werden. Hierbei könnte ein Ingenieurverband ein Bindeglied sein“, fügte Doreen Blume von IfKom hinzu.

Prof. Dr. Pellert wies darauf hin, „dass die Digitalen Initiativen, die bereits erfolgreich in NRW laufen, durch den Digitalpakt einen Extraschub bekommen. Für die Entwicklung neuer Projekte entsteht eine interessante Kooperationsbasis.“

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Die FernUniversität in Hagen versteht sich als moderne europäische Universität und ist Expertin für lebensbegleitendes Lernen; dafür ist sie 1974 gegründet worden. Vier Fakultäten – Kultur und Sozialwissenschaften, Mathematik und Informatik, Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaft – bieten neben grundständigen Bachelor- und Master-Studiengängen auch wissenschaftliche Weiterbildungen an. Möglich ist bei beruflicher Qualifikation auch ein Studium ohne Abitur. Den Grundpfeiler des Studiensystems an der FernUniversität bildet das sogenannte Blended Learning, eine Kombination aus unterschiedlichen Unterrichtsformen und einem großen Anteil digitaler Lernformate. Auf diese Weise lässt sich das Studium problemlos mit einer beruflichen Karriere, Familienzeit oder Ausbildung vereinbaren. Die Zahl spricht für sich: Über 80 Prozent der Studierenden an der FernUniversität stehen bereits im Beruf.

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Führungskompetenz: Arbeits- und berufsvorbereitende Qualifikationen

Zur Führungskompetenz des Ingenieurs gehört die ethische Verantwortung zur nachhaltigen gesellschaftlichen und politisch-ökonomischen Willensbildung, zu der IfKom ein Fortbildungsmodul entwickelt hat.

BildFür den globalen Wettbewerb in einer immer stärker werdenden digitalen Welt braucht Deutschland qualifizierte Ingenieure – insbesondere bei den Hochtechnologie-Produkten. Daher sind aus der Sicht der IfKom e. V. Führungspositionen verstärkt durch Ingenieure zu besetzen. Wir brauchen eine stärker auf Managementaufgaben vorbereitende Ausbildung – folglich ist die Ingenieurkompetenz zu fördern. Angehende Ingenieur-Führungskräfte müssen auf ihre späteren Aufgaben vorbereitet werden. Hierzu haben die IfKom ein passgenaues Fortbildungsmodul entwickelt, das ethische Gedanken und Verantwortung des Ingenieurs im beruflichen Umfeld beinhaltet.

Gemeinsam mit dem Forschungsinstitut für nachhaltige Ausbildung von Führungskräften (FinAF) an der Universität Siegen wird dieses Fortbildungsmodul Universitäten und Hochschulen sowie der Industrie angeboten werden. Ethische Gedanken und Verantwortung des Ingenieurs im beruflichen Umfeld werden nach Auffassung von Prof. Dr. Ralph Dreher, Leiter dieses Forschungsinstituts, künftig zum selbstverständlichen Rüstzeug für eine nachhaltig innovative Ingenieurarbeit gehören. Es gilt angesichts dieser unstrittigen Erkenntnis daher zu prüfen, inwieweit für einen Studiengang sowohl curriculare Vorgaben bestehen als auch eine Lehrrealität geschaffen wurde, die es gleichermaßen fördert, dass Studierende der Ingenieurwissenschaften sich ausgehend von der zweifelsfrei weiterhin notwendigen hochqualitativen fachlichen Ausbildung (denn diese ist die Basis ihres Handelns!) mit der gesellschaftlichen und ökologischen Wirkung ihrer zukünftigen Erwerbsarbeit auseinandersetzen. Notwendig wird es hier werden, innerhalb der Ingenieurausbildung darauf hinzuwirken, dass die Studierenden als die zukünftigen Verantwortlichen von Ingenieurarbeit als Gestaltungsarbeit erkennen, dass sie sich mit ihrer besonderen Verantwortung in einer hochvernetzten Welt in den gesellschaftlichen sowie politisch-ökonomischen Prozess der Willensbildung einbringen können und aus ihrer Verantwortung heraus einbringen müssen.

Nicht jeder Ingenieur muss oder möchte leitende Aufgaben übernehmen. Daher stehen im Mittelpunkt des IfKom-Fortbildungsmoduls die Fragen: Warum will ich Führungskraft werden? Bin ich dafür geeignet? Wo kann ich das Führen theoretisch und praktisch lernen? Wie gewinne ich Empathie?

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