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Kanada in deutschen Kinos 2018

Diese Filme aus Kanada sind in diesem Jahr auf den deutschen Kinoleinwänden zu sehen

BildMettmann, 30. Januar 2018 – Zu den großen kanadischen Filmstars gehören Donald Sutherland und Sohn Kiefer Sutherland, Jim Carrey, Ryan Gosling, Ryan Reynolds, Hayden Christensen, Seth Rogen und Produzent James Cameron. Kanada gilt als Talentschmiede für Hollywood. Auch eine lebendige Animationsfilmszene ist in Kanada beheimatet. Und Kanada ist ein beliebter Drehort für internationale Produktionen. Wir sagen Ihnen, mit welchen Filmen 2018 ein Stück Kanada in die deutschen Kinos kommt.

Wunder

Das Familiendrama „Wunder“ mit Julia Roberts ist gleich zweimal kanadisch geprägt. Zum einen wurde der Film im Großraum Vancouver gedreht, zum anderen ist der junge Hauptdarsteller Jacob Tremblay Kanadier und in Vancouver geboren. Erzählt wird die Geschichte des elfjährigen Jungen August „Auggie“ Pullman, dessen Gesicht durch einen Gendefekt entstellt ist, weshalb Auggie, der ein großer „Star Wars“-Fan ist, meistens mit einem Astronautenhelm herumläuft. In seinen ersten Lebensjahren wurde Auggie von seiner Mutter Isabel (gespielt von Julia Roberts) unterrichtet und von seinem Vater Nate (Owen Wilson) fürsorglich umhegt. Doch der erste Tag in der Schule steht bevor und damit nimmt die anrührende Geschichte über Zurückweisung, Liebe, Nähe und Toleranz ihren Lauf. Auf den Film „Wunder“ (Originaltitel: „Wonder“) hat Tremblay sich vorbereitet, indem er mehrmals die Kinderstation eines Krankenhauses in Toronto besuchte, wo auch eine der Filmpremieren stattfand. Tremblay eroberte die Herzen der Zuschauer bereits in dem kanadischen, 2015 mit dem Oskar prämierten Film „Raum“ (Originaltitel: „Room“), in dem er einen fünfjährigen Jungen spielt, der mit seiner Mutter gefangen gehalten wird.

Deadpool 2

Nach dem Erfolg des Films „Deadpool“ in den Kinos der ganzen Welt kommt im Mai „Deadpool 2“ in die deutschen Kinos. Der Kanadier Ryan Reynolds spielt darin wieder die Hauptrolle des anarchischen Anti-Helden Wade Wilson, der sich – mit Superkräften ausgestattet – durch die Welt kämpft und dabei zugleich die Superheldenfilme und die Filmindustrie augenzwinkernd persifliert. Wie schon der erste wurde auch der zweite Teil der freien Adaption der Marvel-Comics in Kanada gedreht. Drehort war British Columbia, und dort das Hatley Castle in Victoria, die große Zubringer-Brücke des Georgia Viaducts in Vancouver, die Downtown Vancouver mit der Main Street verbindet, sowie zahlreiche bekannte Orte und Plätze in Vancouver wie der Leeside Skatepark, das Cobalt Hotel, der Nachtclub Nr. 5 Orange, die Arch Alley in Vancouvers Innenstadt, das historische Eisenwerk sowie die Keefer Street in Chinatown.

Fifty Shades of Grey 3: Befreite Lust

Der dritte Teil der Trilogie nach der Romanvorlage „Fifty Shades“ von E. L. James kommt im Februar in die deutschen Kinos. Wie schon Teil 1 („Geheimes Verlangen“) und Teil 2 („Gefährliche Liebe“) spielt auch Teil 3 „Fifty Shades of Grey: Befreite Lust“ (Originaltitel: „Freed“) an vielen Schauplätzen in Vancouver in British Columbia. Ana und Milliardär Christian Grey heiraten im letzten Teil der Trilogie, erleben Eifersucht, Liebe, Betrug und die Bedeutung der Ehe vor der imposanten Kulisse Kanadas. Die Aufnahmen in Anas Studiobüro wurden in Gastown in Vancouver gedreht, in dem historischen Gebäude in 110 E. Cordova Street. Die Außenaufnahmen dazu entstanden in der Alexander Street. Eine erotische Auszeit genießen Ana und Christian in Whistler, auf einem Anwesen oberhalb des Ortes mit einer spektakulären Aussicht auf den Blackcomb Mountain. Die romantische Hochzeit wurde im Clubhaus des Riverway Golf Course in Burnaby, 15 Kilometer östlich von Vancouver Airport, gedreht.

Distorted

Im malerischen Okanagan Valley im Süden der kanadischen Provinz British Columbia spielt der Cyber-Thriller „Distorted“. Der Film beginnt tragisch: Die unter einer bipolaren Persönlichkeitsstörung leidende Künstlerin (gespielt von Christina Ricci) verliert ihre Tochter durch einen tragischen Unfall. Gemeinsam mit ihrem Mann (gespielt von dem Kanadier Brendan Fletcher) beginnt sie einen Neustart in einem High-Tech-Apartment. Doch die ersehnte Ruhe lässt auf sich warten, denn das Apartment ist mit einem hypermodernen Überwachungssystem ausgestattet, das zum Instrument eines beängstigenden Plans des Besitzers wird. Keiner scheint die Ängste der psychisch labilen Protagonistin ernst zu nehmen, mit Ausnahme eines Journalisten (gespielt von John Cusack), der das bedrückende Spiel entwirrt. Gedreht wurde im malerischen Kelowna am Okanagan-See, am Rotary Centre for the Arts und an der langen Uferstraße Lakeshore Road von Kelowna sowie rund um den Ort Vernon.

Richard Says Goodbye

Die Universität von British Columbia, die UBC in Vancouver, ist einer der wichtigen Filmschauplätze des Films „Richard Says Goodbye“ von Regisseur Wayne Roberts. In dem Streifen erhält der renommierte Hochschulprofessor Richard (gespielt von Johnny Depp) eine niederschmetternde Diagnose, die ihn dazu bewegt, sich von allen Zwängen, Erwartungen und Konventionen zu befreien und jenseits der Universitätsmauern zu leben. Zu dem selbstbestimmten Leben gehören natürlich jede Menge Laster, ein paar Exzesse und schlechte Manieren, die Richard in den Straßen, Bars und Kneipen Vancouvers auslebt. Johnny Depp kehrte mit den Dreharbeiten zurück zu seinen Ursprüngen, denn auch die Serie „21 Jump Street“, mit der er einst als Teenie-Star in den 1980er Jahren berühmt wurde, spielte in Vancouver.

A Dog’s Way Home

Kanada auf vier Pfoten erkundet die Hündin Bella, die sich in dem Kinofilm „A Dog’s Way Home“ auf die Reise zurück zu ihrem Herrchen Lucas macht. Auf ihrem 600 Kilometer langen Trip, der Bella filmisch durch British Columbia führt, trifft sie die unterschiedlichsten menschlichen Charaktere, ehe sie Lucas wieder in die Arme springt. „A Dog’s Way Home“ erzählt von der innigen Verbindung, die Mensch und Tier auch über hunderte Kilometer hinweg trägt. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von W. Bruce Cameron, dessen vorangegangener Bestseller „A Dog’s Purpose“ in Winnipeg, Kanada, verfilmt wurde.

Die kanadische Reise

Der Film „Die kanadische Reise“, der aktuell in den Programmkinos zu sehen ist, erzählt die Geschichte des Franzosen Mathieu, der ins kanadische Québec reist, um sich selbst wieder näher zu kommen. Dort trifft er auf seine beiden Halbbrüder. Gemeinsam machen sich auf die kuriose Suche nach der Leiche ihres Vaters. Denn der hatte beim Angeln einen Herzinfarkt erlitten und ist im See verschwunden. Die Geschichte, die der französische Regisseur Philippe Lioret mit seinem in Kanada gedrehten Film erzählt, ist ein leises, doch tief bewegendes Familiendrama, das nicht nur die Gefühlslandschaft der Protagonisten einfängt, sondern auch die Schönheit der kanadischen Landschaft Québecs.

Hinweis für die Redaktion

Weitere Details, Tipps und Reise-Ideen zu Drehorten in Kanada finden sich auch auf www.filmtourismus.de
Für weitere Infos, welche Filme bereits in Kanada gedreht wurden und aktuell gedreht werden, lohnt ein Blick auf:
www.whatsfilming.ca

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Die fünf schönsten Drehorte Kanadas

Manchmal ist die Natur der heimliche Star in den Hollywood-Filmen. Wir zeigen die aufregendsten Spots, die eine Reise wert sind

BildMettmann, 22. Januar 2018 – Kanada hat viel Platz für filmreife Landschaften. Denn Kanada ist nicht nur das zweitgrößte Land der Erde, sondern zugleich auch das am dünnsten besiedelte. Einsame Wälder, Grizzly-Bären, pulsierende Städte und futuristische Skylines. Nur drei Flugstunden von L.A. entfernt, lieben es Regisseure und Filmstars, in Kanada zu drehen. Filme wie „Der Rückkehrer“, die „Twilight“-Saga oder „Brokeback Mountain“ zeigen atemberaubend schöne Landschaften und wecken die Lust zu reisen wie im Film.

Alberta – Ab durch die Wildnis mit Gefühl

Klare Seen, in denen sich die schneebedeckten Berge spiegeln, schroffe Bergspitzen, an denen Wolken wie Watte hängen und dunkelgrüne Wälder, in denen auf einer Lichtung zwei Cowboys eine Herde Schafe hüten, Dosenbohnen über dem offenen Feuer erhitzen und in der Einsamkeit zueinander finden. In dem Film „Brokeback Mountain“ wird die Sehnsucht zweier Menschen zueinander in einer imposanten Naturkulisse inszeniert. Spielt das Geschehen in der Kurzgeschichte von Annie Proulx, die die Vorlage für den Film bot, zwar im amerikanischen Wyoming, so fand der Regisseur Ang Lee doch nur im kanadischen Alberta die Kulisse, um die Naturgewalt der Liebe expressiv zu rahmen. Alberta, das östlich neben British Columbia liegt, ist berühmt für die Rodeo-Stampede in Calgary, für seine dichten Wälder, seine Seen und die endlosen Grasslands. Ein Ort wie gemacht für epische Aufnahmen. Berührend ist die Wildnis von Kananaskis Country, der Moose Mountain, der im Film als Brokeback Mountain firmiert und die Kleinstadt Fort Mcleod, in der bis heute das Elektrogeschäft steht, das im Film als Waschsalon diente, vor dem sich die beiden Cowboys Ennis (Heath Ledger) und Jack (Jake Gyllenhaal) zum ersten Mal küssen. „20 Jahre träumten sich Ennis und Jack zurück nach Brokeback Mountain“, sagt der taiwanesische Regisseur Ang Lee, „und so ähnlich geht es mir. Kanada lässt mich nicht mehr los, ich träume davon, wiederzukommen.“

Vancouver – Auf einen Drink mit Tim Burton und Superman

Auch wer durch Vancouver flaniert, läuft früher oder später durch die Filmkulisse eines Hollywoodklassikers. Und das meist ohne es zu merken! Denn die Scheinwerfer sind längst abgebaut, die Crew abgerückt, nur die Schönheit des Ortes bleibt und wird umso interessanter, je mehr man von ihrer Geschichte weiß. Ein toller Spot in Vancouver ist Granville Island, eine kleine Halbinsel Vancouvers. Auf der Halbinsel befindet sich das Kunst- und Kulturviertel, ein kleiner Yachthafen, die Emily Carr Design- und Kunsthochschule und ein Flohmarkt. Auf diesem beobachtete einst Tom Cruise in der Rolle des Ethan Hunt in der Schlussszene von „Mission Impossible – Phantom Protokoll“ seine Frau, um zu sehen, ob es ihr gut geht. Würde er über die Segelboote im Yachthafen hinüber zur Skyline von Vancouver schauen, könnte er viele weitere Filmschauplätze in Vancouver Downtown erspähen. Neben dem Gericht und dem Regierungsgebäude liegt die Vancouver Art Galley. Die permanente Ausstellung zeigt 8.000 Kunstwerke, zwischen denen zahlreiche Szenen des Tim Burton-Films „Big Eyes“ spielten. In dem Film, einer Biographie-Verfilmung, mimt Christopher Waltz als Walter einen liebenswerten Hochstapler, der die Bilder seiner Frau Margaret als seine Bilder ausgibt, um ihrer Kunst den gebührenden Ruhm zu verschaffen. Und weil Vancouver zu den Top-Drehorten der Welt gehört, kann es passieren, dass im Restaurant ein Filmstar direkt am Nebentisch einen Kaffee bestellt. Im Blue Water Café speisten schon Uma Thurman, Catherine Zeta Jones und Pierce Brosnan und im Bao Bei in China-Town sieht man schon mal Blake Lively und den Kanadier Ryan Reynolds Nudelsuppe löffeln.

Vancouver Island – Storm-Watching mit Vampiren

Nur ein paar Autostunden von Vancouver entfernt liegt Vancouver Island: Tosende Brandung, Treibholz, samtweicher Sand. Und dazwischen Kristen Stewart in der Rolle der Bella, die mit dem Werwolf Jacob am Strand von Long Beach in Tofino entlang spaziert. In der „Twilight“-Saga ist der Long Beach der Ort, wo Bella dem Geheimnis Edwards näher kommt. Long Beach, eigerahmt von duftenden Zedernwäldern, gehört in Wirklichkeit zu dem kleinen Surfer- und Künstler-Dorf Tofino auf Vancouver Island. Vancouver Island ist die größte nordamerikanische Pazifikinsel. Sie dient nicht nur Regisseuren, sondern auch Schriftstellern als inspirierender Ort. Bestseller-Autor Frank Schätzing schrieb hier in dem legendär schönen Hotel Wikaninnish Inn seinen Roman „Der Schwarm“. Auch das Hotel selbst wird darin zum Schauplatz, hier trifft der Walforscher Leon Anawak, der ebenfalls in der in Tofino real angesiedelten Walstation „Jamie’s Whaling Station“ arbeitet, auf die Wissenschaftlerin Samantha, die mit ihm die Bedrohung aus dem Meer aufspürt. Neben Tofino ist die Stadt Victoria ein wunderschöner Drehort auf Vancouver Island. Victoria, Hauptstadt British Columbias, die ihren Namen der britischen Königin Victoria verdankt, war einst ein beliebter Aussteigerort für Hippies und ist heute dennoch beinahe britischer als England. Das ebenfalls sehr britisch anmutende Hatley Castle in Victoria fungiert in der Superman-Serien-Adaption „Smallville“ als Villa des Bösewichts Lex Luthor, es dient in der „X-Men“-Reihe Professor Xavier als Lehranstalt für hochbegabte junge Menschen und in der Serie „The Killing“ als Militärakademie. Victoria verzaubert nicht nur Schauspieler wie Halle Berry, die hier als Storm durch die Gassen lief, sondern auch Freunde kleiner Antik-Läden und Liebhaber einer königlichen Tasse Tees, die es hier stilvoll an jeder Ecke zu genießen gibt. Und in Victoria gibt es die schmalste Straße Nordamerikas, die „Fan Tan Alley“, durch die schon Goldie Hawn galant auf dem Motorrad im Film „Ein Vogel auf dem Drahtseil“ sauste.

Quebéc – Auf den Spuren von Leonardo DiCaprio

Szenenwechsel. „Catch me if you can!“ sagte sich Leonardo DiCaprio in der Rolle des legendären Frank Abagnale und hechtete durch die historischen Straßen des französischsprachigen Quebécs, gefolgt von Tom Hanks in der Rolle des FBI-Agenten Carl Hanratty. Regisseur Steven Spielberg drehte diese Verfilmung der wahren Lebensgeschichte des Frank William Abagnale Jr., der durch geschickte Scheckbetrügereien zu einem Vermögen von mehreren Millionen Dollar gekommen war und bereits als 20-Jähriger als Arzt, Rechtsanwalt, PanAm-Pilot und Hochschullehrer arbeitete, an vielen Orten – zu den beeindruckenden davon zählen die kanadischen. Ein ausgedientes Gefängnis in Montréal wurde zu dem französischen Gefängnis, in dem Carl Hanratty am Ende des Films Abagnale festhält. Das charmant französische Quebéc City wurde unter der Regie von Spielberg zu dem französischen Örtchen Montrichard. Nicht nur im Film auch in natura besticht Quebéc City mit seinem französischen Charme. Québec liegt im Osten Kanadas und ist das europäischste Kleinod Nordamerikas. Avantgardistische Architektur, Flaniermeilen, Cafés und Bars, in denen man kreative Crossover-Küche mit französischen Einflüssen genießen kann und vermutlich den besten Ahornsirup der Welt bekommt. Denn in Quebéc gibt es über 400 Millionen Ahornbäume, 7.000 Ahornfarmen und rund 80 Prozent des weltweit verkauften Ahornsirups stammen von hier. In winzigen Holzhütten im Wald, den Sugar Shacks wird der Sirup hergestellt. Ein idealer Ort für Frank Abagnale, um sich zu verstecken – oder um der süßesten Versuchung Kanadas nachzugeben.

Neufundland und Labrador – Einmal bis ans Ende der Welt

Neufundland und Labrador liegen, rein geographisch betrachtet, wie eine Baskenmütze auf der Provinz Quebéc. Doch alle französischen Einflüsse sind hier nahezu verpufft. Die Natur ist hier zu gewaltig für französische Eleganz. Kleine Fischerhäuschen, die aus Holz in die Felsen gebaut und mit Tauen vor dem Sturm festgezurrt sind. Leuchttürme, die zu Hotels umgebaut sind und an denen Walfamilien und Eisberge vorbeiziehen. Neufundland ist ein Paradies für Abenteurer, die es ans Ende der Welt treibt – und für Künstler. Regisseur Lasse Hallstrøm wählte Neufundland und Labrador, um „Schiffsmeldungen“ zu drehen. Der Film erzählt die Geschichte von Quoyles, der nach Neufundland zieht, um in der Heimat seiner Vorfahren zu sich selbst zurück zu finden. Annie Proulx, die die Romanvorlage lieferte, ließ sich zunächst von den verheißungsvollen Namen neufundländischer Orte auf der Weltkarte inspirieren. „Dead Man’s Cove“, „Bay of Despair“ oder „Plunder Beach“. Daraufhin reiste sie nach Neufundland und verliebte sich sofort in die raue Schönheit und in den kauzigen Humor der Menschen. Auch Regisseur Hallstrøm war sofort begeistert von Neufundland. Insbesondere von dem kleinen Ort New Bonaventure bei Trinity Bight. „Die Häuser dort wurden seit dem 18. Jahrhundert kaum verändert“, erläutert Location-Manager Charlie Harrington, „und von allen Orten, die ich je gesehen habe, war dies der am meisten abgelegene und magischste.“

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Kanada – Hollywood des Nordens

Kanada ist ein beliebter Drehort und exklusiver Partner auf der Berlinale 2018

BildMettmann, 09. Januar 2018 – Was haben Twilight, Titanic und Brokeback Mountain gemeinsam? Sie sind alle in Kanada gedreht worden. Bella heiratete Edward in Squamish in British Columbia, Leonardo DiCaprio sank in den Wellen von Nova Scotia in die Tiefe und die beiden einsamen Cowboys Ennis und Jack schwiegen in den Wäldern der kanadischen Rocky Mountains. Kanada dient den US-amerikanischen Filmemachern nicht nur als beliebter Drehort, sondern Kanada selbst hat eine lebendige Filmszene zu bieten. Auf der Berlinale 2018 ist Kanada als exklusiver Partner zu Gast.

Film ab!

„And Action!“, heißt es in den Metropolen Kanadas an jeder Ecke. Kein Wunder, denn schlendert man durch Toronto, wechseln die Epochen mit jedem Schritt. Hier ein verschnörkelter Prunkbau mit Säuleneingang, dahinter eine Reihe rostbrauner historischer Lagerhäuser, dort glitzernde Bankentürme. Und direkt hinter der Metropole grünt die Natur. Die Kulturpolitik tut ihr Übriges. Drehgenehmigungen sind schnell erteilt. Die Liste der in Kanada gedrehten Filme ist lang: „Capote“, „Catch me if you can“, „Fluch der Karibik“, „Schiffsmeldungen“, „Good Will Hunting“, „Rambo“, „Superman“, „Godzilla“, „Nachts im Museum“, „Sieben Jahre in Tibet“, „Das A-Team“ und viele mehr. Auch der mit drei Oskars prämierte Film „The Revenant – Der Rückkehrer“ wurde in Kanada gedreht. „Ich habe nach einer Gegend gesucht“, sagt Regisseur Alejandro G. Iñárritu, „die vollkommen unberührt ist. Sie sollte rein, rau und poetisch zugleich sein.“ In Alberta ist er fündig geworden. Er filmte in den Badlands, im Bow Valley und in Kananaskis Country.

Berühmte Drehorte

Reist man nach Kanada, steht man irgendwann in einer ehemaligen Filmkulisse. Bereits bei der Ankunft am Vancouver International Airport kann man auf Spurensuche gehen. In dem Horrorfilmklassiker „Final Destination“ sieht man eine Maschine von Gate 46 in den Himmel starten. Im Film fungierte der Flughafen als New Yorker John F. Kennedy Airport. In dem romantisch-erotischen Hollywoodfilm „Fifty Shades of Grey“, in dem sich die Studentin Anastasia in den Milliardär Christian Grey verliebt, küssen sie sich zum ersten Mal im Fahrstuhl No.3 des Fairmont Hotels in Vancouver. Die Lieutnant Governor Suite im 14. Stock wurde zu Christian Greys Schlafzimmer umgebaut. Für Filmfans bietet das Fairmont Hotel ein „Mr. Grey Package“ an, eine Übernachtung in der Suite mit Champagner, Luxusfrühstück. Der Long Beach von Tofino auf Vancouver Island diente in „Planet der Affen: 3 – Survival“, der im Sommer 2017 in den Kinos zu sehen war, als Kulisse. Auch trabten die Affen auf dem Rücken der Pferde durch die verschneiten Wälder der Rocky Mountains in Alberta.

Filmland Kanada

Unter Kennern gilt Kanada längst als Hollywood des Nordens. Knapp 80 Prozent aller Spezialeffekte für Hollywood werden in den Filmstudios in Vancouver, Toronto und Montreal produziert. Die kanadischen Filmstudios gehören zu den größten des Kontinents und liegen nur drei Flugstunden von L.A. entfernt. In den kanadischen Filmstudios entstanden zahlreiche Mystery- und Science-Fiction-Streifen wie „Akte X“, „Alien vs. Predator“, „Mission Impossible“, „X-Men“ und Animationsfilme wie „Rio“ oder der 2018 erscheinende „Lost Case“, in dem sich am Flughafen vergessene Gepäckstücke selbst auf eine abenteuerliche Reise begeben.
Kanada als Talentschmiede für Regisseure, Drehbuchautoren und Schauspieler ist vielgestaltig. Durch Kanadas Besonderheit der Zweisprachigkeit konnte sich eine anglokanadische und eine frankokanadische Filmtradition herausbilden, denen eins gemeinsam ist: Beide Filmtraditionen grenzen sich vom übermächtig wirkenden US-amerikanischen Nachbarn durch subversive und existenzialistische Inhalte ab. Nicht Ikonen, sondern gebrochene, autarke und starke Charaktere hangeln sich durch das Leben.
Zu den bekanntesten und erfolgreichsten Filmen und Filmemachern zählen der Frankokanadier Robert Lepage („Nô“) sowie Denys Arcand („Die Invasion der Barbaren“), David Cronenberg („Crash“) und Atom Egoyan („Where the Truth Lies“). Einige der wenigen deutsch-kanadischen Koproduktionen ist die Kinderserie „Der kleine Vampir“ und die Drama-Komödie „Hectors Reise“, nach dem Bestseller von François Lelord, mit Veronica Ferres in der Rolle einer Wahrsagerin auf der Suche nach dem Geheimnis des Glücklichseins.

Kanada auf der Berlinale 2018

Auf der Berlinale 2018 wird Kanada als „Country in Focus“ im Mittelpunkt des European Film Market (EFM) stehen. Das 2017 initiierte Programm „Country in Focus“ gibt während der Internationalen Filmfestspiele die Gelegenheit, die Filmindustrie und das Filmschaffen eines ausgewählten Landes umfassend vorzustellen und hervorzuheben. Auf Einladung von Berlinale-Direktor Dieter Kosslick wird Telefilm Canada die lebendige Filmszene Kanadas, Regisseure und Talente in Berlin präsentieren. „,Canada in Focus‘ ist ein wichtiges Schaufenster für kanadische Filmschaffende, durch das der kanadische Film einem neuen Publikum zugänglich gemacht werden kann“, sagt Carolle Brabant, geschäftsführende Direktorin von Telefilm Canada.
Zur Berlinale kommen jährlich Hunderte Künstlerinnen und Künstler und rund 350.000 Besucher aus aller Welt in die deutsche Hauptstadt, um Impulse im globalen Filmgeschehen zu setzen und zu erleben. Das öffentliche Programm der Internationalen Filmfestspiele zeigt jedes Jahr etwa 400 Filmpremieren aller Genres. Wichtigster Treffpunkt für die Branche ist der European Film Market (EMF). Über 500 Firmen und knapp 10.000 Fachbesucher treten in kreative und geschäftliche Interaktion. „Das kanadische Kino fühlt sich schon lange auf der Berlinale und dem EMF zu Hause“, sagt Telefilm-Canada-Dirketorin Carolle Brabant. „Die Kooperation als ,Country in Focus‘ wird unsere langjährige Filmpartnerschaft mit Deutschland weiter stärken“, so Brabant.

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