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NutriCARD- Verbesserung der Herz- und allgemeinen Gesundheit der Bevölkerung

Der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit nutriCARD ist ein Verbundprojekt der Universitäten Halle, Jena, Leipzig.

BildZiel ist es, die (Herz)- Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig verbessern. Dafür arbeiten an allen drei Standorten insgesamt rund 40 WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Disziplinen an der Entwicklung so genannter herzgesünderer Lebensmittel und der Erforschung der Mechanismen ernährungs- und altersbedingter Erkrankungen. Durch Kommunikation und Verbraucherschulung soll das Ernährungswissen und -verhalten der Bevölkerung langfristig verbessert werden.

nutriCARD-Standort Leipzig

Die Universität Leipzig hat ihre Schwerpunkte auf die Themen „herzgesündere Lebensmittel“ und „Kommunikation und Beratung“ gelegt, vertreten durch die Expertise der Veterinärmedizinischen Fakultät (Lebensmittelentwicklung und -produktion, Lebensmittelsicherheit und Analysen), des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft (Empirische Journalismus- und PR-Forschung), der Universitätsmedizin/IFB Adipositas (Verbraucherakzeptanz). Über nutriCARD sind insgesamt neun MitarbeiterInnen angestellt. Der interdisziplinäre Ansatz zeigt sich auch an den Berufsbildern der MitarbeiterInnen: Biotechnologin, Lebensmittelchemikerin, -technologin, Tierärztinnen, Fleischer, technische Kräfte, Kommunikations- und Medienwissenschaftler, Psychologin, Sekretärin. Die Einbeziehung einer Veterinärmedizinischen Fakultät ist einmalig innerhalb der vier deutschen Ernährungscluster. Für die Arbeit in nutriCARD wurde am Standort Leipzig eine fakultätsübergreifende Arbeitsstruktur etabliert (u.a. die Zulassung der Wurstmanufaktur), die sich positiv entwickelt hat.

Thema: Herzgesündere Lebensmittel

Ausgehend von überdurchschnittlich vielen Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Ostdeutschland und dem außerordentlich hohen Verzehr an Wurst konzentriert sich die Lebensmittelentwicklung und -bewertung in Phase 1 auf diese Erzeugnisse. Die Forschung ist eingebunden in die nationale Reduktionsstrategie des BMEL. Nach einer Marktanalyse fettreduzierter Produkte und Prüfung von Fettaustauschern und Fettersatzstoffen wurden für die Produktion die am häufigsten verzehrten Wurstwaren ausgewählt, und zwar Lyoner, Leber- und Mettwurst, mit anschließender Analyse (Mikrobiologie, chemisch-physikalische Analyse, Haltbarkeitsversuche und mit besonderer Intensität die sensorische Evaluierung, d.h. mindestens gleichwertig in Geruch, Geschmack und Textur im Vergleich zu herkömmlichen Produkten).

Bisher wurden mehr als 100 Versuchschargen produziert (Lyoner/Leberwurst: 6x fettreduziert, 3x proteinangereichert, 1x protein-/ballaststoffangereichert, 5x Omega 3-Fettsäureoptimiert), von denen 15 derzeit Unternehmen vorgestellt werden bzw. z.T. bereits kommerziell erhältlich sind (Agrargenossenschaft Laas). Die Proteinanreicherung der Wurstwaren erfolgt mit pflanzlichen Proteinen (v.a. Lupine) aufgrund ihrer positiven ernährungsphysiologischen und technofunktionellen Eigenschaften. Das geringe, aber bekannte allergene Potenzial ist Gegenstand weiterer Untersuchungen, bei denen der Einfluss von Verfahren (z.B. Temperatur, Hochdruck) auf die Allergenität untersucht und auf molekularer Ebene evaluiert wird. Die Einstellung der Bevölkerung zu kardioprotektiven Lebensmitteln wurde in einer repräsentativen Umfrage erhoben (Verbraucherakzeptanzstudie ISAP).

Thema: Kommunikation und Bildung

Obwohl einerseits Massenmedien die öffentliche Meinungs- und Willensbildung mitbestimmen und somit Einfluss auf das Entscheidungsverhalten der Verbraucher haben und andererseits Ernährungsthemen in den Massenmedien omnipräsent sind, ist die öffentliche Ernährungskommunikation bislang wenig erforscht. Mit Blick auf eine Kommunikationsstrategie und der Frage, welche Diskurse und Kommunikationsmuster in der Öffentlichkeit über Ernährung prägend sind, wurden zunächst folgende Fragen beantwortet: Welche Informationskanäle nutzen Konsumenten bei der Suche nach ernährungsrelevanten Informationen? Und wem vertrauen die Befragten? Hierfür wurde ein zielgruppenspezifischer Ansatz (Paare mit Kinderwunsch, Schwangere sowie Familien mit Kindern bis 6 Jahre) gewählt und in einer quantitativen Online-Erhebung abgefragt. Darauf aufbauend erfolgt derzeit eine Inhaltsanalyse ausgewählter Leitmedien zur Thematisierungsleistung von Ernährung, u.a. als Einflussfaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Nahrungsergänzungs- bzw. -ersatzprodukte. Dadurch sollen auch Frames in der Berichterstattung bzw. Diskussion abgebildet werden, die Anknüpfungspunkte für das künftige Issue Management und Kommunikationsstrategien von nutriCARD aufzeigen.

Weitere Aktivitäten am nutriCARD -Standort Leipzig
o 11x Nachwuchsarbeit: 1-wöchige Winterschool, Lectures, Workshops
o 38 Kongressbeiträge, 14 Publikationen, 8 Anträge
o 8 Transferveranstaltungen: u.a. Mitteldeutscher Ernährungsgipfel, Agra, Warenbörse sowie Treffen mit KMU, u.a. Teilnahme an der SMUL-Aktivität (Wissenschaft/Wirtschaft/Ernährung)
o Aufbau eines Ernährungs- und Forschungstransfernetzwerkes (lokal und regional, Lebensmittelhersteller, Bundeswehr, Studentenwerk)
o Internationalisierung: Kooperation mit Litauen (dazu 4-monatiger Aufenthalt PhD-Studentin am Institut für Lebensmittelhygiene, 2-wöchiger Wissenschaftleraustausch durch Baltisch-Deutsches Hochschulkontor, gemeinsamer EU-Antrag (Susfood-Antrag)
o Beitrag zum Exzellenzclusterantrag „Adipositas“

Ausblick auf die 2. Förderphase (2018-2021) – Mitarbeit in allen 3 Säulen von nutriCARD
o Weitere Erforschung von herzgesünderen Lebensmitteln; Schwerpunktsetzung auf die gleichzeitige Reduktion von Fett, Salz und Zucker je nach Produktgruppe
o Langfristige Auswirkung von Diäten auf herzrelevante Entzündungsmarker am Modelltier
o Abbildung der Abläufe im Gehirn und funktionale Auswirkungen dieser reformulierten Produkte
o Zielgruppenspezifische Ernährungs- und Verbraucherkommunikation; Aufbau einer Stabstelle Kommunikation für nutriCARD, angesiedelt an der Universität Leipzig.
o Analyse der Ernährungsdarstellung in Medien, Entwicklung von Weiterbildungskonzepten, Etablierung eines Expertennetzwerkes Ernährungsjournalismus

Perspektive

Das langfristige Ziel ist, ein Mitteldeutsches Zentrum für Ernährung (MIZE) mit Standorten in Halle, Jena und Leipzig aufzubauen, ähnlich den Beispielen von Bayern (Kompetenzzentrum für Ernährung „KErn“) oder Niedersachsen (Niedersächsisches Kompetenzzentrum Ernährungs-wirtschaft „NieKE“). Wir zielen nicht auf ein Zentrum ab, das auf ein Bundesland bezogen ist, sondern auf eines für Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen.

Weitere Informationen zu NutriCARD und dem Mitteldeutschen Zentrum für Ernährung (MIZE)

Dr. Tobias D. Höhn
– Leiter Medien & Kommunikation nutriCARD –
Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Universität Leipzig, Burgstraße 21, 04109 Leipzig
Tel +49 (0) 34298 183217, Mobil: +49 (0) 172 8121680
E-Mail: hoehn@uni-leipzig.de
www.nutriCARD.de

Ein Themen- und Redaktionsservice der
Gesundheitsredaktion Werner Hilbig,
Fondetter Straße 11, 65207 Naurod
Tel. 06127 62850 Mail: wernerphilbig@t-online.de

Über:

Universität Leipzig – Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Herr Tobias D. Dr. Höhn
Burgstraße 21
04109 Leipzig
Deutschland

fon ..: +49 (0) 34298 183217
web ..: http://www.nutriCARD.de
email : hoehn@uni-leipzig.de

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Universität Leipzig – Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Herr Tobias D. Dr. Höhn
Burgstraße 21
04109 Leipzig

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Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Berufsorientierungsprogramm des bfz Rosenheim mit knapp 100.000 Euro

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Berufsorientierungsprogramm des bfz Rosenheim mit knapp 100.000 Euro

Rosenheim 20.12.2016: Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Stefan Müller, hat den Zuwendungsbescheid über 97.650 Euro an die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH in Rosenheim übergeben. Mit den Fördergeldern finanziert das Bundesministerium das Berufsorientierungsprogramm (BOP), das vom Bundesinstitut für berufliche Bildung (BIBB) umgesetzt wird.

„Jeder hat Talent, jeder kann etwas! Mit dem Berufsorientierungsprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wollen wir jungen Menschen eine Idee davon geben, welche Talente und Stärken in ihnen stecken und wie sie diese später beruflich nutzen könnten. Dafür stellt das BMBF jährlich 75 Millionen Euro zur Verfügung. Bayern profitiert davon mit rund 24 Millionen Euro. Das bfz Rosenheim ist auch in den Jahren 2017 und 2018 wieder dabei“, betonte der Parlamentarische Staatssekretär Stefan Müller, MdB.

Über den Zeitraum 2017/2018 haben mehr als 300 Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufen aus Förder-, Mittel- und Realschulen, die Möglichkeit, verschiedene Berufsfelder kennenzulernen und ihre Fähigkeiten, Interessen und Neigungen praktisch auszutesten. Ziel ist es, den Blick für eine geeignete Ausbildung zu schärfen und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.

„Von Anfang an haben wir uns drauf konzentriert, Jugendliche bei ihrer Berufswahl so zu unterstützen, dass sie gute Chancen auf dem regionalen Arbeitsmarkt haben. Diese regionale Passfähigkeit ist eine der Stärken des bfz, die den Jugendlichen gute Startbedingungen für einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz bietet“, so der Vorsitzende des Vorstandes des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e.V., Prof, Günther G. Goth. „Dank der großzügigen Förderung können wir unser Berufsorientierungsprogramm ausbauen und noch stärker an die betrieblichen Erfordernisse anpassen.“

Bildungsstaatssekretär Müller besichtigte auch die Praxisräume und Werkstätten, in denen Teilnehmer der Mittelschule Brannenburg gerade dabei waren, ein Objekt an einem 3D-Drucker zu erstellen. „Praktisches Ausprobieren berufstypischer Arbeiten steht bei uns im Vordergrund. Erfahrene Anleiter unterstützen, begleiten und informieren über den Ablauf der Ausbildung und die Anforderungen des jeweiligen Berufsfelds“, sagte Dorothea Frank, Leiterin des bfz Rosenheim.

Seit 2008 unterstützt das bfz Rosenheim Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufen aus Förder-, Mittel- und Realschulen darin, sich für einen passenden Beruf zu entscheiden. Insgesamt haben 1.730 Kinder und Jugendliche das zweiwöchige BOP-Programm erfolgreich durchlaufen. Die Teilnehmer können aus verschiedenen Berufsfeldern wählen: Gewerblich-technischer Bereich (Metall, Elektro, Holzverarbeitung, Maler), Wirtschaft und Verwaltung (Kaufmann/-frau für Büromanagement, Einzelhandel, Mediendesign, Hotel- und Restaurantfach) und Soziales (Kranken- und Altenpflege, Kinderpflege, Koch, Bäcker, Konditor, Deko und Floristik). Der praktischen Berufserprobung geht eine Potenzial-Analyse voraus, in der Schlüsselkompetenzen herausgearbeitet werden. Das Tool wird von geschulten und zertifizierten Beobachtern begleitet. ( www.ro.bfz.de)

Die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH sind mit rund 3.200 Mitarbeitern einer der führenden Dienstleister für Bildung, Beratung und Integration in Bayern. Ausgeprägte Praxisnähe und konsequente Orientierung am Bedarf der Wirtschaft zeichnen die Angebote aus. Das bfz entwickelt Konzepte für passgenaue Qualifizierungen, die auch soziale Kompetenzen und Teamfähigkeit berücksichtigen. Hinzu kommen begleitende, unterstützende und vermittelnde Leistungen. Das bfz ist in Bayern an 24 Standorten mit rund 150 Außenstellen präsent und größte Gesellschaft der Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw).

Firmenkontakt
Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft gGmbH
Constanze Baruschke
Gießereistr. 43
83022 Rosenheim
08031 2073-648
baruschke.constanze@ro.bfz.de
http://www.bfz.de

Pressekontakt
Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft gGmbH
Almuth Baron
Infanteriestraße 8
80797 München
089 44108 – 216
baron-weiss.almuth@zentrale.bfz.de
http://www.bfz.de

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