Blind Date

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Interview Wie brotlos ist die Kunst von heute?

Mit „Blind Date“ kommt eine moderne Ausstellung in die alte Stadt Rothenburg. Wir interviewten die Künstlerin zum Thema: „Kunst – was ist das und lohnt sich das auch?“

BildWenn man bedenkt, dass Picassos „Nude, Green Leaves and Bust“ im Februar 2010 für 106 Millionen Dollar versteigert wurde, ist man versucht zu glauben, das Ein- und Auskommen von Künstlern sei bemerkenswert.

Wie lebt es sich mit und von der Kunst?

Christa Jäger-Schrödl: „Wie ich kürzlich gelesen habe, sind es gerade einmal fünf Prozent aller Künstler in Deutschland, die von ihrem Schaffen leben können. Aber – das war schon früher so. Paul Gauguin beispielsweise verdiente sein Geld als Bauingenieur und der Surrealist Jean Dubuffet verkaufte Wein. Da bin ich doch mit meiner kleinen PR-Agentur in richtig guter Gesellschaft. Ich verdiene mein Geld mit Öffentlichkeitsarbeit und leiste mir zum Ausgleich meine Kunst.“

Verändert die Kunst unsere Gesellschaft oder ist es umgekehrt und das gesellschaftliche Geschehen beeinflusst die Kunst?

Christa Jäger-Schrödl: „Schon durch meinen Hauptberuf als Journalistin und Autorin lebe ich aufmerksam. Die aktuelle Tagespolitik, wissenschaftliche Erkenntnisse, Trends – alles um mich herum beeinflusst natürlich die Aussagkraft meiner Bilder. Ich glaube, das ist bei den meisten Künstlern sehr ähnlich. Ihre persönliche Weltsicht spiegelt sich in den Darstellungen wider und bestimmt, zumindest bei mir, die Wahl von Farbe und Material. Jedes neue Bild muss erst einmal mich selbst zufrieden stellen – und das ist gar nicht so einfach.

Die ,moderne Kunst‘ heute hat meiner Meinung nach keine besondere Aufgabe – sie muss weder belehren, erziehen noch die Welt verändern. Trotzdem kann sie dem einzelnen Betrachter und Kunstliebhaber viel geben und bewirkt bei dem einen oder anderen sicher auch eine Veränderung. Ich glaube aber nicht, dass Kunst die Gesellschaft verändert.“

Joseph Beuys hat einmal gesagt: „Jeder Mensch ist ein Künstler.“ Was verstehen Sie unter Kunst?

Christa Jäger-Schrödl: „Das ist keine einfache Frage. So mancher Verfechter von Harmonie und Ausgewogenheit spricht abstrakten, modernen Mal- und Darstellungsformen jegliche Kunst ab. Es mangle den modernen Künstlern an der Technik, dem Handwerk und den strengen Regeln des Bildaufbaus. Ich sehe es anders. Meiner Meinung nach liegt die Kunst im Auge des Betrachters. Was zum Nachdenken anregt, uns einfach erstaunt innehalten lässt und Augen und Geist anspricht, das ist Kunst für mich. Das Nachdenken und Suchen, ein Hinauswagen und Ausprobieren, alles was zu einer kreativen Lösung beiträgt, ist künstlerisch. Und jeder, der das Besondere in unserer Welt wahrnimmt, hat das Auge eines Künstlers.“

Warum macht man eine Ausstellung wie „Blind Date“ in einer Kleinstadt wie Rothenburg?

Christa Jäger-Schrödl: „Ich habe keine großen Erwartungen im Vorfeld und freue mich einfach darüber, erstmals in meiner Geburtsstadt auszustellen. Das ist ein kleines ,Hallo, ich bin wieder da!‘ Die Idee kam Marion Beugler vom Boutiquehotel Goldene Rose, als wir uns auf einer Vernissage des Rothenburger Künstlervereins trafen. Noch an diesem Abend beschlossen wir, meine Ausstellung in die schönen alten Mauern ihres Hotels zu holen. Das Haus wurde 1778 erbaut und mit viel Liebe modernisiert. Heute ist es ein kleines Juwel in der Altstadt von Rothenburg ob der Tauber. Dass nun auch die Kunst in die ,Goldene Rose‘ einzieht, ist neu in der Hotelgeschichte und Marion Beugler plant wechselnde Ausstellungen mit heimischen und internationalen Künstlern.“

Was hat es damit auf sich, dass auch blinde Menschen zu Ihren Ausstellungen willkommen sind?

Christa Jäger-Schrödl: „Bei einer Ausstellung in Erding bat mich ein blinder, junger Mann, meine Bilder ertasten zu dürfen. Mit den Fingern beider Hände erkundete er die Strukturen und immer, wenn er etwas Bekanntes oder Unerwartetes ertastete, zauberte das ein Lächeln in sein Gesicht. Heute schütze ich meine Bilder mit einer besonderen Firniss und lade explizit auch blinde und sehbehinderte Menschen ein, meine Ausstellung zu erleben. Ich habe viel Neues in meiner eigenen Kunst durch das Ertasten entdeckt. Das hat mich inspiriert heute vermehrt darauf zu achten, wie sich meine Bilder anfühlen.“

Man darf sich auf eine ungewöhnliche Ausstellung freuen. Einen ersten Eindruck erhält man auf der Atelier-Homepage: http://www.atelier-cj.de
* Der Abdruck ist frei. Wir bitten um ein Belegexemplar.

Über:

Atelier-CJ
Frau Christa Jäger-Schrödl
Lindenstraße 14
91541 Rothenburg ob der Tauber
Deutschland

fon ..: 0171 501 84 38
web ..: http://www.atelier-cj.de
email : info@atelier-cj.de

Kurzinfo:
Schon seit vielen Jahren zeigt die fränkische Künstlerin Christa Jäger-Schrödl ihre großformatigen Werke auf Ausstellungen und im Internet. Die grafische Begabung wurde bereits im Kindesalter gefördert. Nach der FOS Gestaltung übte sie sich während des Architekturstudiums im Abstrahieren. Einige Jahre später entwickelte sie in einer Werbeagentur mit unterschiedlichsten Farben, Lacken und Materialien ihre ganz eigene Technik. Heute braucht die PR-Frau die künstlerische Arbeit zum Ausgleich und Stressabbau. In ihren Bildern, die man größtenteils als Collagen bezeichnen könnte, prägen Strukturen die Bildhöhepunkte. Das verleiht ihnen eine erstaunliche Tiefe, die man auch erfühlen kann.
Kunst ist schön – macht aber viel Arbeit. (Karl Valentin)

Pressekontakt:

futureCONCEPTS Jäger-Schrödl & Kollegen
Frau Christa Jäger-Schrödl
Häcklgasse 6
84419 Schwindegg

fon ..: 0171 5018438
web ..: http://www.futureconcepts.de
email : info@futureconcepts.de

„Blind Date“ kommt nach Rothenburg

Wurde Ihnen schon einmal ein Bild von einem Blinden empfohlen?

BLIND DATE: 25.11.2017 bis 25.01.2018
im Boutiquehotel Goldene Rose
Spitalgasse 28, 91541 Rothenburg

BildDas Boutiquehotel Goldene Rose lädt Kunstinteressierte in die Rothenburger Altstadt zum „Blind Date“ – eine Ausstellung der besonderen Art. Die Werke von Christa Jäger-Schrödl sind nicht nur ein Augenschmaus. Für blinde und sehbehinderte Menschen ist das Berühren explizit erlaubt.

Unter dem Motto „Boutiquehotel goes Art“ holt Marion Beugler die Kunst in ihr Hotel. Bereits 1778 erbaut, ist das mit Liebe modernisierte Haus heute ein kleines Juwel in der Altstadt von Rothenburg ob der Tauber. Dass nun auch die Kunst in die „Goldene Rose“ einzieht, ist neu in der Hotelgeschichte. „Mit ,Blind Date‘ von Christa Jäger-Schrödl starten wir mit unserer Hotelgalerie durch“, erklärt Marion Beugler, die wechselnde Ausstellungen mit heimischen und internationalen Künstlern plant. „Mit dem Gegensatz von Abstraktem und Altehrwürdigem möchten wir Besucher und Gäste gleichermaßen überraschen. Was mich besonders freut ist, dass wir mit diesem Projekt eine Künstlerin aus Oberbayern in ihre Geburtsstadt Rothenburg holen konnten!“

Schon seit vielen Jahren zeigt Christa Jäger-Schrödl ihre außergewöhnlichen Werke auf Ausstellungen und im Internet. Die PR-Frau braucht diese künstlerische Arbeit zum Ausgleich und Stressabbau. Ihre Bilder, die man größtenteils als Collagen bezeichnen könnte, werden geprägt von Strukturen und einem ungewöhnlichen Material-Mix. Sie verwendet Schrauben, Schläuche, Kabel oder auch CDs, alles was ihr so im Alltag begegnet. Ihre abstrakten Werke haben immer etwas Gegenständliches, was vielen Betrachtern den Zugang vereinfacht. Farbschichten und kräftige Töne verleihen den Bildern eine erstaunliche Tiefe. Für Fantasie und individuelle Assoziation bleibt viel Raum und die spannenden Oberflächen reizen zum Berühren.

Wurde Ihnen schon einmal ein Bild von einem blinden Menschen empfohlen?

Das Besondere an der Kunst von Christa Jäger-Schrödl ist, dass sie auch für Blinde zugänglich gemacht wird. Die Künstlerin erzählt, wie es dazu kam: „Auf die Idee, meine Bilder blinden Menschen zu zeigen, kam ich während einer Ausstellung in Erding. Da bat mich ein blinder, junger Mann, meine Bilder ertasten zu dürfen. Mit den Fingern beider Hände erkundete er die Strukturen und immer, wenn er etwas Bekanntes oder Unerwartetes ertastete, zauberte das ein Lächeln in sein Gesicht. Heute schütze ich meine Bilder mit einer besonderen Firniss und lade explizit auch blinde und sehbehinderte Menschen ein, meine Ausstellung zu erleben.“
Auf Anregung von Bezirkstagspräsident Richard Bartsch startete die Ausstellung „Blind Date“ letztes Jahr im bbs Nürnberg, einem Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte – und der Erfolg sprach für sich. Wie schön, wenn es einmal nicht heißt: „Berühren verboten!“ „Aber“, meint die Künstlerin lachend, „es gibt immer nur zwei Meinungen zu meinen Bildern: Entweder man mag sie oder man mag sie eben nicht. Und das beschränkt sich nicht nur auf Sehende“.

Man darf sich auf eine ungewöhnliche Ausstellung freuen. Einen ersten Eindruck erhält man auf der Atelier-Homepage: http://www.atelier-cj.de
* Der Abdruck ist frei. Wir bitten um ein Belegexemplar.

Über:

Atelier-CJ
Frau Christa Jäger-Schrödl
Lindenstraße 14
91541 Rothenburg ob der Tauber
Deutschland

fon ..: 0171 501 84 38
web ..: http://www.atelier-cj.de
email : info@atelier-cj.de

Kurzinfo:

Schon seit vielen Jahren zeigt die fränkische Künstlerin Christa Jäger-Schrödl ihre großformatigen Werke auf Ausstellungen und im Internet. Die grafische Begabung wurde bereits im Kindesalter gefördert. Nach der FOS Gestaltung übte sie sich während des Architekturstudiums im Abstrahieren. Einige Jahre später entwickelte sie in einer Werbeagentur mit unterschiedlichsten Farben, Lacken und Materialien ihre ganz eigene Technik. Heute braucht die PR-Frau die künstlerische Arbeit zum Ausgleich und Stressabbau. In ihren Bildern, die man größtenteils als Collagen bezeichnen könnte, prägen Strukturen die Bildhöhepunkte. Das verleiht ihnen eine erstaunliche Tiefe, die man auch erfühlen kann.

Kunst ist schön – macht aber viel Arbeit. (Karl Valentin)

Pressekontakt:

futureCONCEPTS Jäger-Schrödl & Kollegen
Frau Christa Jäger-Schrödl
Häcklgasse 6
84419 Schwindegg

fon ..: 0171 5018438
web ..: http://www.futureconcepts.de
email : info@futureconcepts.de

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