Networking leicht gemacht – Aufbau persönlicher Geschäftskontakte im digitalen Zeitalter

Im Hongkonger Geschäftsleben beeinflusst die Digitalisierung auch das Networking und neue Formen der persönlichen Interaktion entstehen.

BildJeder, der mit dem Hongkonger Geschäftsleben vertraut ist, kennt das Vorgehen beim Networking: Man tauscht bei jeder Gelegenheit Visitenkarten aus und wartet dann auf einen Anruf. Folgte man diesem Vorgehen noch vor einer Dekade nicht, so ein Blogger für Geschäftsetikette, konnte dies heißen, dass man die Bekanntschaft einer Person nicht machen wollte, der eigene Status unbedeutend oder man überhaupt nicht darauf vorbereitet war, Geschäfte in Hongkong zu machen.

Heute beeinflusst die Digitalisierung auch das Networking. Während Gedrucktes nach wie vor einen Platz hat, bevorzugen heute viele bei Interesse die direkte Eingabe der Kontaktdaten in das Smartphone. Nach Ansicht von Ricky Mui von Robert Walters Hong Kong wird so ein guter erster Eindruck immer wichtiger. „Soziale Netzwerkplattformen haben ihre Vorteile im Geschäftsleben, aber effektives Netzwerken im persönlichen Kontakt bleibt extrem wichtig. Es gibt verschiedene Elemente, die dabei wesentlich sind: Glaubwürdigkeit durch Marktkenntnis und Reputation, die Fähigkeit, ein harmonisches Verhältnis aufzubauen und das Stellen der richtigen Fragen. Ziel ist, dass sich der Gesprächspartner später erinnert.“

Dazu gehöre etwa, dass man seine Ziele und wie man sie realisieren will vorher festlege, die dazu passenden Netzwerke und Veranstaltungen auswähle und effektiv mit so vielen Menschen wie möglich aus allen Ebenen kommuniziere.

Ein florierendes System
Hongkong verfügt über eine große Auswahl von Plätzen zum Netzwerken, man trifft sich dort wöchentlich oder auch täglich. Zu diesen Plätzen gehört die Garage Society, die im Januar 2018 ihre vierte und größte Location in Wan Chai eröffnet. Nach Aussage von Programmdirektor James Bernardo machte die Popularität der Plattform, bekannt unter der Marke Garage Academy, die Erweiterung nötig. Bernardo organisierte allein im vergangenen Jahr 122 Events, vornehmlich in den Bereichen digitales Marketing, E-Commerce, Technologie, Gesundheit/Wellness und Fintech. Man könne die Energie im Raum förmlich spüren, wenn sich Startups und junge Unternehmer mit denjenigen treffen, die bereits erfolgreich seien.

„Unsere Teilnehmer sind interessiert an Ratschlägen, Ideen oder auch Investoren für ein Projekt – wir bieten ihnen die Plattform, um mit dem wirtschaftlichen Umfeld zu interagieren“, so Bernardo. Zu den Sprechern gehörten 2017 etwa Tony Tung, Senior Associate und Manager des Alibaba Entrepreneurship Fund, Gobi VC, Adam Beck, CEO von Blockstream, David Rosa, CEO und Mitgründer von NEAT, und Leo Weese, President der Bitcoin Association HK. Nach Aussage von Bernardo sind gute persönliche Kontakte unbezahlbar für den Aufbau eines nachhaltigen Geschäftsnetzwerkes. Dafür biete man ein ideales Umfeld.

Verbindungen aufbauen
Vor drei Jahren kam James Bernardo von London nach Hongkong, bereits damals hätten in London Visitenkarten als Werkzeug zum Netzwerken nicht mehr viel Bedeutung gehabt. „Mit dem Aufbau von Verbindungen und dem Austausch von Ideen über die reguläre Teilnahme bei unserer Community-Plattform für Unternehmertum und Wissensaustausch kann man auf Formalitäten verzichten und solide Geschäftschancen aufbauen.“ Garage Society bietet diese Synergien seit seiner Gründung im April 2014 als Mitgründerin Elaine Tsung die erste Niederlassung in Central aufbaute. Über die Jahre folgten zwei weitere in Sheung Wan und Sai Ying Pun. Das Konzept war von Anfang an darauf ausgerichtet, mehr als Büros auf Zeit anzubieten. „Für uns war immer wichtig, was Unternehmer brauchen, um ihre nächste Stufe zu erreichen: nämlich Ausbildung, Verbindungen und Kapital“, so Tsung.

Passende Räumlichkeiten
Der Wert personalisierten Networkings ist auch integraler Bestandteil von Kafnu, einer neuen Marke der Next Story Group aus Singapur, die kürzlich gleichzeitig Standorte in Hongkong und Taipei eröffnete. Mit den Hongkonger Räumlichkeiten im Kerry Hotel in Hung Hom Bay, Kowloon, einer Marke mit luxuriösen Geschäftshotels der Shangri-La Hotels und Resorts, verbindet man die sozialen Elemente eines Klubs mit den funktionalen Elementen gemeinsam genutzter Arbeitsflächen und den Hotelangeboten wie Restaurant, Bar, Spa und Gym.

„Für uns benötigen Menschen nicht nur einen angemessenen Arbeitsplatz mit einem komfortablen Stuhl. Wir bieten sehr viel mehr“, betont Morris Sim, Chief Marketing Officer. Firmen wie Google und Facebook offerieren aus seiner Sicht Bürostandorte, die für Entrepreneure, kleine Firmen, Künstler und Kreative nicht zugänglich seien. Kafnu biete dies und stelle gehobene Büroflächen mit Services und einen Ort für das Treffen mit Klienten zur Verfügung. Mitglieder zahlen für die Services und die Fläche, die sie nutzen. Besucher sind willkommen.

Sim ist überzeugt, dass bei der heutigen Dominanz der sozialen Medien die persönliche Interaktion wichtig ist, um Vertrauen in die Geschäftsbeziehungen aufzubauen. Dafür brauche man physische Räume. „Mit Kafnus Konzept, das Networking von sozialen Medien zurück ins reale Leben zu bringen, können wir die Lücke zwischen individuellen Bemühungen und Gemeinschaftsressourcen schließen.“

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