Kultur baut Brücken: Jahrzehntelang verschollene Rubinstein-Oper „Christus“ in Berlin aufgeführt

Der Urenkel des Komponisten, der bekannte Dirigent Anton Sharoev, leitet die Wiederaufführung der Oper in Deutschland, als Höhepunkt des deutsch-russischen Kulturaustausches.

Kultur baut Brücken: Jahrzehntelang verschollene Rubinstein-Oper "Christus" in Berlin aufgeführt

Dirigent Anton Sharoev (links) und Co-Moderatorin und Choreographin Swetlana Lytschko (Bildquelle: Michail Miloslavski, berlin24.ru)

(Berlin, 14. November 2016)
Ein außergewöhnliches musikalisches Ereignis war die am Freitag, den 11.11.2016, im Rahmen einer deutsch-russischen Kulturkooperation aufgeführte Geistliche Oper „Christus“ von Anton Rubinstein im Berliner Admiralspalast. Unter Leitung des Dirigenten Anton Sharoev begeisterte das Orchester Chamerata Sibiriens und die Chorkapelle der Tjumener Philharmonie das Publikum im bis auf den letzten Platz besetzten großen Saal.

„Die Aufführung dieser Oper rundet die diesjährigen Deutsch-Russischen Festtage ab, die im Sommer mit 130.000 Teilnehmern eine große Öffentlichkeit erreichten und das bundesweit umfangreichste deutsch-russische Kulturprogramm boten“, sagte Steffen Schwarz, Vorsitzender des Vereins Deutsch-Russische Festtage, in seinem Grußwort. Unter der Federführung seines Vereins wurde es möglich, die 1894 uraufgeführte und jahrzehntelang verschollene Oper nun wieder in Deutschland auf die Bühne zu bringen.

„Kultur baut Brücken. Herausragende deutsch-russische Kooperationen wie diese tragen zur Förderung der Völkerverständigung, des offenen Gedankenaustausches, des Miteinanders und der gegenseitigen Annäherung der Zivilgesellschaft bei“, so Walter Gauks, Vorsitzender der Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland und des Integrationshauses Lyra e.V. in Berlin.

„Für mich als Urenkel von Anton Rubinstein ist die Aufführung ein besonderes Erlebnis. Mit der „Geistlichen Oper“ fand mein Urgroßvater kurz vor seinem Tode zu Gott. Diese Oper, die 1894 in Berlin von ihm nur in Auszügen vorgestellt wurde, ist nun 122 Jahre später hier erstmals in voller Länge zu hören“, erläutert der Dirigent und künstlerische Leiter Anton Sharoev. Die Oper erzählt in sieben Szenen das Leben Jesu auf der Grundlage des Neuen Testaments nach einem Libretto vom deutschen Dichter Heinrich Bulthaupt.

Dr. Philipp Lengsfeld, MdB, betonte in seiner Eigenschaft als Mitglied des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien: „Die Liste der Partner auf deutscher und russischer Seite sprechen für sich. Zivilgesellschaftliche Kulturprojekte wie dieses ermöglichen besondere Erlebnisse.“

Der Abgeordnete des Gebietsparlamentes Tjumen Igor Rokscha verwies auf die Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen mit ihren Höhen und Tiefen und betonte die vielen Gemeinsamkeiten. Das Gebiet Tjumen, das schon in Zeiten der Sowjetunion zu den führenden Regionen gehörte, sei heute daran interessiert, die wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit mit Deutschland auszubauen.

Die Aufführung der Oper „Christus“ in Berlin ist ein gemeinsames Projekt der Assoziation der russisch-deutschen Zusammenarbeit in Tjumen, des Vereins Deutsch-Russische Festtage, der Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) und des Integrationshauses Lyra.

Die Veranstalter danken der Region Tjumen, dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland, dem Goethe-Institut, dem Admiralspalast, dem Verein Deutsche Gesellschaft und vielen mehr für die freundliche Unterstützung.

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Der 2005 gegründete gemeinnützige Verein Deutsch Russische Festtage e.V. hat das Ziel, einen Beitrag zur Förderung der deutsch-russischen Beziehungen, insbesondere auf den Gebieten der Kultur, Sprache, Wissenschaft, Politik und Sport zu leisten. Der Verein ist parteipolitisch und weltanschaulich unabhängig. Er veranstaltet einmal im Jahr die gleichnamigen Festtage auf der Trabrennbahn Karlshorst.

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