Klimaschutzplan fordert Industrie-Beteiligung

Erneuerbare Energie-Anteile stark ausbaufähig

Klimaschutzplan fordert Industrie-Beteiligung

Grafik: wolf.eu (No. 5718)

sup.- Weitgehende Treibhausgasneutralität bis zur Mitte des Jahrhunderts: Das ist das ehrgeizige Ziel, auf das sich die Bundesregierung mit dem „Klimaschutzplan 2050“ verständigt hat. Erstmals werden in diesem Dokument Klimaziele für einzelne Wirtschaftszweige definiert, um den deutschen Unternehmen, Kommunen und Hausbesitzern in den kommenden Jahren eine Orientierung bei energetischen Maßnahmen zu geben. „Durch rechtzeitige Weichenstellungen machen wir den Klimaschutz zum Motor für die Modernisierung unserer Volkswirtschaft“, sagt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Das schafft Jobs und stärkt unsere Rolle auf dem Weltmarkt.“ Ein Forschungs-, Entwicklungs- und Markteinführungsprogramm zur Minderung bisher nicht vermeidbarer Prozess-Emissionen soll beispielsweise im Bereich Industrie dazu beitragen, den Treibhausgasausstoß zunächst einmal bis 2030 zu halbieren. Wie ehrgeizig bereits dieses Zwischenziel ist, zeigt ein Blick auf den aktuellen Stand der industriellen Treibhausgasemissionen. Im Vergleich zum Jahr 1990 sind sie zwar um 33 Prozent gesunken, aber an diesem Stand hat sich, abgesehen von konjunkturbedingten Schwankungen, seit 2002 nichts mehr geändert.

Beim Umstieg auf effizientere Technologien und bei der Nutzung emissionsmindernder regenerativer Energien gibt es gerade in der Industrie noch großen Nachholbedarf. Diesen Befund bestätigen auch die neuesten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes zu den verwendeten Energieträgern. Danach haben die erneuerbaren Energien noch immer einen Anteil von lediglich 3,2 Prozent am industriellen Gesamtverbrauch. Angesichts der Vielzahl technologischer Optionen, die heute z. B. eine Nutzung von Solar- oder Umgebungswärme für die Produktionsabläufe ermöglichen, ist dies auch kurzfristig ein deutlich ausbaufähiger Wert. Jede sinnvoll geplante energetische Maßnahme, die erneuerbare Ressourcen an Betriebsstandorten zur Erzeugung von Prozesswärme, Raumwärme oder Warmwasser einsetzt, unterstützt sowohl den Klimaschutzplan als auch die Unternehmensbilanz. Nach Angaben der Wärme-Experten des Systemanbieters Wolf Heiz- und Klimatechnik (Mainburg) können Hocheffizienz-Anlagen zur Wärmeerzeugung, Belüftung und Klimatisierung mittlerweile so vernetzt und aufeinander abgestimmt werden, dass das Einsatzpotenzial erneuerbarer Energien an jedem Punkt der betrieblichen Abläufe optimal ausgereizt wird. Neben Solarthermie-Anlagen und Wärmepumpen betrifft dies z. B. auch Blockheizkraftwerke, die sich mit Biogas betreiben lassen. Einen Wegweiser zu den verschiedenen Förderprogrammen für nachhaltiges Energiemanagement und konkrete Effizienzmaßnahmen finden interessierte Unternehmen auf www.wolf.eu.

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Redaktion Ilona Kruchen

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